Page 286 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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vollständige Sammlung von Modellen Gipsabgüssen. 1990 wurde der Ernst-
zu Rietschels Bildwerken zusam- Rietschel-Kulturring gegründet, der
mengetragen. Aus Worms kamen als alle zwei Jahre einen von Rietschels
Geschenk die Modelle zum dortigen Nachfahren gesti* eten Kunstpreis
Reformationsdenkmal. König Johann für Bildhauerei vergibt, und im Jahre
stellte die Räumlichkeiten im Palais 2000 ö+ nete in Rietschels Geburts-
zur Verfügung. Das Museum stand haus eine Galerie.
unter der Leitung von Hermann Hett-
ner. Heute be% nden sich Rietschels
Werke in der Dresdner Skulpturen-
sammlung.
Seine letzte Ruhe fand Rietschel in
Dresden auf dem Trinitatisfriedhof.
Das Medaillon schuf sein Schüler
Adolf Donndorf. Die nach dem Zwei-
ten Weltkrieg rekonstruierte Grabstät-
te be% ndet sich in unmittelbarer Nähe
zum Grab von Carl Gustav Carus, für
das Rietschel Reliefs angefertigt hatte.
Besonders in Rietschels Heimatstadt
Pulsnitz wird sein Andenken in
Ehren gehalten. An seinem Geburts-
haus erinnert eine Gedächtnistafel
an ihn. Zudem werden hier einige
Gipsabgüsse und Dokumente au& e-
wahrt. Der Stein am Grab der Eltern
auf dem Pulsnitzer Friedhof stammt
von Rietschel. Seit 1890 steht auf
dem Marktplatz ein Denkmal, von
seinem Schüler Gustav Adolph Kietz Das Rietschel-Denkmal in Pulsnitz
gescha+ en, eine Straße sowie Grund- stammt von Gustav Adolph Kietz.
und Mittelschule tragen Rietschels Es steht auf einem Sockel aus Granit
Namen. Seit 1933 gibt es in der St. und wurde aus Mitteln des Landes-
Nicolai-Kirche eine „Ernst-Rietschel- Kunstfonds und der Stadt Pulsnitz
Kapelle“, nur wenige Schritte vom errichtet. In einer Sitzecke vor dem
Geburtshaus entfernt, mit Zeichnun- Ratssaal des Rathauses (im Hin-
gen, Briefen, einer Kopie der Potsda- tergrund) ist Rietschel auf einem
mer Pietà und weiteren Skulpturen in Bleiglasfenster abgebildet.
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