Page 288 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 288

Quelle Bildzitat:
                                                         Lebenslauf des Ma-
                                                         lers Osmar Schindler,
                                                         Maschinuskript ohne
                                                         Datum, vermutlich
                                                         verfasst von Pfarrer
                                                         Semm (1924–1935 in
                                                         Bischofswerda),
                                                         digitalisiert, leicht
                                                         bearbeitet und mit
                                                         Anmerkungen versehen
                                                         von Pfarrer Dr. Tobias
                                                         Mickel Bischofswerda,
                                                         im April 2005, http://
                                                         www.christusbote.de

                                                         Schindlers letztes Werk
                                                         war für die Sakristei der
                                                         Christuskirche in Bi-
                                                         schofswerda bestimmt.
                                                         Das Bild ist infolge
                                                         des frühen Todes des
                                                         Künstlers unvollendet
                                                         geblieben. Er stellte da-
                                                         rin auch seine Mutter,
                                                         sich selbst (links) sowie
                                                         Frau und Sohn dar.


        Schindler war während des Studiums auch von dem bekannten Bildnisma-
        ler Leon Pohle geprägt worden. Sein „Bildnis eines Bildhauers“ wurde 1888
        bei einer Ausstellung von Studienarbeiten an der Dresdner Kunstakademie
        mit einer Großen Silbernen Medaille ausgezeichnet. Nach dem Studium
        verdiente sich Schindler seinen Lebensunterhalt als Porträtmaler. Bedeu-
        tende Persönlichkeiten wie Christian Otto Mohr (Professor am Polytech-
        nikum und der TH Dresden), Hermann Prell (Professor an der Kunstaka-
        demie) und Wilhelm von Rueger (Vorsitzender des Gesamtministeriums)
        ließen sich später von ihm porträtieren. Ein frühes Damenbildnis (1891,
        ehemals Heimatmuseum Bischofswerda) gehört wie neun weitere Bilder
        Schindlers zum Bestand der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden.

        288
   283   284   285   286   287   288   289   290   291   292   293