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Quelle Bildzitat:
Lebenslauf des Ma-
lers Osmar Schindler,
Maschinuskript ohne
Datum, vermutlich
verfasst von Pfarrer
Semm (1924–1935 in
Bischofswerda),
digitalisiert, leicht
bearbeitet und mit
Anmerkungen versehen
von Pfarrer Dr. Tobias
Mickel Bischofswerda,
im April 2005, http://
www.christusbote.de
Schindlers letztes Werk
war für die Sakristei der
Christuskirche in Bi-
schofswerda bestimmt.
Das Bild ist infolge
des frühen Todes des
Künstlers unvollendet
geblieben. Er stellte da-
rin auch seine Mutter,
sich selbst (links) sowie
Frau und Sohn dar.
Schindler war während des Studiums auch von dem bekannten Bildnisma-
ler Leon Pohle geprägt worden. Sein „Bildnis eines Bildhauers“ wurde 1888
bei einer Ausstellung von Studienarbeiten an der Dresdner Kunstakademie
mit einer Großen Silbernen Medaille ausgezeichnet. Nach dem Studium
verdiente sich Schindler seinen Lebensunterhalt als Porträtmaler. Bedeu-
tende Persönlichkeiten wie Christian Otto Mohr (Professor am Polytech-
nikum und der TH Dresden), Hermann Prell (Professor an der Kunstaka-
demie) und Wilhelm von Rueger (Vorsitzender des Gesamtministeriums)
ließen sich später von ihm porträtieren. Ein frühes Damenbildnis (1891,
ehemals Heimatmuseum Bischofswerda) gehört wie neun weitere Bilder
Schindlers zum Bestand der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden.
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