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Schindler, Osmar Heinrich Volkmar


        Professor, Maler in Dresden
        21.12.1867* Burkhardtsdorf – 19.06.1927 Dresden-Wachwitz
        (* lt. Grabstein auf dem Friedhof Dresden-Loschwitz abweichend: 22.12.)

        V: Carl Friedrich Julius (†20.6.1878 Bischofswerda, Kaufmann); M: Emilie Auguste geb. Arnold
        aus Bischofswerda (1827–27.11.1903); G: 2 Brüder (Ottomar, Oskar); E: 1906 Emma Minna geb.
        Arnold (26.5.1866–9.11.1939); K: Ernst Arnold (*1906,  †1906), Heinrich Erhard (*5.4.1908,
        vermisst April 1945)
        Schindler wurde im erzgebirgischen   schule und war Kurrendaner. Sein
        Burkhardtsdorf geboren. Die Fa-     Studium an der Kunstakademie Dres-
        milie besaß in dieser Gegend einst-  den ab 1882 wäre nach dem frühen
        mals mehrere Spinnereien. Sein      Tod des Vaters ohne die % nanzielle
        eigentliches Zuhause fand er aber in   Unterstützung durch seinen Onkel
        Bischofswerda. Von hier stammte     Carl Ernst /  eodor Schindler, dessen
        seine Mutter und nach einer kurzen   eigener Sohn in Italien verstorben
        Zwischenstation bei Mittweida zog   war, undenkbar gewesen. Nachdem er
        die Familie 1876 hierher. Schindler   zunächst bei Oskar Rassau Bildhauer
        besuchte in Bischofswerda die Volks-  werden wollte, wandte sich Schind-
                                            ler bald der Malerei zu. Er lernte an
                                            der Kunstakademie bei Ferdinand
                                            Pauwels, Leon Pohle, Friedrich Preller
                                            d.J., also Vertretern der Weimarer
                                            Malschule, und Karl Gottlob Schön-
                                            herr, der vor allem für seine religiösen
                                            Motive bekannt war. Schönherr malte
                                            1889 in Bischofswerda das Altarbild.

                                            Ab 1890 hielt sich Schindler mehr-
                                            fach längere Zeit im Ausland auf. In
                                            Dresden wurde er vom ein# ussrei-
                                            chen Monumentalmaler Hermann
                                            Prell inspiriert und gefördert. 1895
                                            traf Schindler bei Florenz sein großes
                                            Vorbild Arnold Böcklin, ebenfalls ein
                                            ehemaliger Weimarer, mit dem er die
                                            Vorliebe für naturnahes Malen teilte.
        Wohnhaus in der Osmar-Schindler-    Im selben Jahr erhielt er einen weg-
        Straße Bischofswerda.               weisenden Au* rag für zwei allegori-

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