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daß es auch nicht bloß gelte, diese
ausgewählten Kunstwerke auszustel-
len, sondern auch Ausstellungskunst
zu zeigen, durch die Art der Ausstel-
lung, durch architektonische und
dekorative Anregungen künstlerisch
zu wirken und anzuregen.“ (Paul
Schumann: „Dresden“. Berühmte
Kunststätten Bd. 46, 1909) Auf sei-
nem Ausstellungsplakat, das heute
zum Bestand des Kupferstichkabi-
netts Dresden gehört, stellte Schind-
ler einen „siegkündenden olympi-
schen Wettstreiter“, umrahmt von
einem Goldmosaik, dar. Mit der
Wahl des Motivs erinnerte er an die
in der Ö` entlichkeit begeistert auf-
genommenen ersten Olympischen
Spiele der Neuzeit 1896 in Athen,
„Die erste internationale Kunstaus- ein Gleichnis für die Au ruch-
stellung zu Dresden im Jahre 1897 stimmung in Dresdens Kunstleben.
muß als epochemachend für Dres- Gleichzeitig steht Schindlers Werk
den bezeichnet werden. Hier wurde als eine der ersten bedeutenden
zum ersten Male der Grundsatz Arbeiten in Dresden für den Auf-
betont und in die Tat umgesetzt, stieg der Plakatgestaltung zu einer
daß es sich nicht um einen gro- eigenständigen Kunstrichtung, als
ßen Kunstmarkt, sondern um eine „Kunst für die Straße“.
Eliteausstellung handeln dürfe, und
Kunstausstellung in Dresden, nach-
sche Wandgemälde („Architektur“, dem der ursprüngliche erste Preis-
„Chemie“) für die Königlich-Techni- träger disquali% ziert worden war.
sche Staatslehranstalt Chemnitz. 1897 Diese Ausstellung markierte einen
wurden sie in Dresden im Canaletto- Wendepunkt in der bildenden Kunst
Saal an der Brühlschen Terrasse mit Dresdens. Nach Jahren der Stagna-
großem Erfolg gezeigt. Sie gelten seit tion kamen von 1895 bis 1901 mit
dem Umbau der Chemnitzer Aula in Gotthardt Kuehl, Carl Bantzer, Otto
einen Hörsaal in den 1950er Jah- Gussmann und Eugen Bracht Vertre-
ren als verschollen. Ebenfalls 1897 ter moderner Stilrichtungen an die
gewann Schindler den Wettbewerb Kunstakademie. Sie lösten schrittwei-
für das Plakat zur I. Internationalen se Schindlers Lehrer, als Vertreter des
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