Page 293 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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wurde aber 1998 an die Alteigentü-  Fenster des Wohnhauses, die Bibel
        mer zurückgegeben. Trotz seiner gro-  lesend, den Blick über Bischofswerdas
        ßen Arbeitsbelastung an der Akade-  Dächer streifen ließ. Die nach ihm
        mie und durch Au* ragsarbeiten war   benannte Straße erinnert noch heute
        Schindler mehrfach auf bedeutenden   an Osmar Schindler.
        Kunstausstellungen vertreten, z. B.
        mit „Im Kumtlampenschein“ 1901 in   Quellen: Falk Drechsel, Zwönitztal-Kurier,
        Dresden (Kleine Goldene Medaille),   24.2.2007; Gernot Werner: „Er schuf Gemälde,
        „David und Goliath“ auf der Weltaus-  auf denen Ross und Reiter bekannt sind: vor
                                            75 Jahren verstarb Osmar Schindler“. Dresdner
        stellung St. Louis 1904 und „Verspot-  Neueste Nachrichten, 12 (2002), 10.6., S. 7;
        tung Christi“ mit großem Erfolg in   Ortsverein Pillnitz e.V.: „Künstler am Dresdner
        Berlin 1909. Letzteres Bild, im Besitz   Elbhang“. Teil 1, Elbhang-Kurier-Verlag, 1999, S.
        der Kirche Fischerhude, wird heute   145; Heike Biedermann u. a.: „Osmar Schindler
                                            in der Dresdner Galerie“. Sandstein Verlag Dres-
        wegen vermeintlich antijudaistischer   den, 2011; Friedrich von Boetticher: „Maler-
        Tendenzen kontrovers diskutiert.    werke des 19. Jahrhunderts“. Bd. 2, 1898, S. 562;
                                            Adressbücher der Stadt Dresden, 1892, 1904,
                                            1913; Johannes Weber: „Aus der Geschichte
        Auch wenn Schindler Bischofswerda   meiner Heimat“. Unverö+ entlichte Chronik von
        schon in jungen Jahren verlassen hat-  Bischofswerda, 1977, S. 100; Websites der Kir-
        te, blieb er der Stadt doch verbunden.   chen Bischofswerda, Klotzsche, Potschappel und
                                            Chemnitz; Paul Schumann: „Dresden“. Berühm-
        Hier war sein Vater begraben und    te Kunststätten Bd. 46, Verlag E.A. Seemann
        hier lebte noch lange seine Mutter.   Leipzig, 1909; Kataloge der Kunstausstellungen
        Die Mutter malte er, wie sie vom    St. Louis, Dresden und Berlin


























        Sakristeigemälde „Blindenheilung“ in Bischofswerda. Im Bild zu sehen sind
        auch Schindlers Frau und Sohn (Mutter mit Kleinkind).

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