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wurde aber 1998 an die Alteigentü- Fenster des Wohnhauses, die Bibel
mer zurückgegeben. Trotz seiner gro- lesend, den Blick über Bischofswerdas
ßen Arbeitsbelastung an der Akade- Dächer streifen ließ. Die nach ihm
mie und durch Au* ragsarbeiten war benannte Straße erinnert noch heute
Schindler mehrfach auf bedeutenden an Osmar Schindler.
Kunstausstellungen vertreten, z. B.
mit „Im Kumtlampenschein“ 1901 in Quellen: Falk Drechsel, Zwönitztal-Kurier,
Dresden (Kleine Goldene Medaille), 24.2.2007; Gernot Werner: „Er schuf Gemälde,
„David und Goliath“ auf der Weltaus- auf denen Ross und Reiter bekannt sind: vor
75 Jahren verstarb Osmar Schindler“. Dresdner
stellung St. Louis 1904 und „Verspot- Neueste Nachrichten, 12 (2002), 10.6., S. 7;
tung Christi“ mit großem Erfolg in Ortsverein Pillnitz e.V.: „Künstler am Dresdner
Berlin 1909. Letzteres Bild, im Besitz Elbhang“. Teil 1, Elbhang-Kurier-Verlag, 1999, S.
der Kirche Fischerhude, wird heute 145; Heike Biedermann u. a.: „Osmar Schindler
in der Dresdner Galerie“. Sandstein Verlag Dres-
wegen vermeintlich antijudaistischer den, 2011; Friedrich von Boetticher: „Maler-
Tendenzen kontrovers diskutiert. werke des 19. Jahrhunderts“. Bd. 2, 1898, S. 562;
Adressbücher der Stadt Dresden, 1892, 1904,
1913; Johannes Weber: „Aus der Geschichte
Auch wenn Schindler Bischofswerda meiner Heimat“. Unverö+ entlichte Chronik von
schon in jungen Jahren verlassen hat- Bischofswerda, 1977, S. 100; Websites der Kir-
te, blieb er der Stadt doch verbunden. chen Bischofswerda, Klotzsche, Potschappel und
Chemnitz; Paul Schumann: „Dresden“. Berühm-
Hier war sein Vater begraben und te Kunststätten Bd. 46, Verlag E.A. Seemann
hier lebte noch lange seine Mutter. Leipzig, 1909; Kataloge der Kunstausstellungen
Die Mutter malte er, wie sie vom St. Louis, Dresden und Berlin
Sakristeigemälde „Blindenheilung“ in Bischofswerda. Im Bild zu sehen sind
auch Schindlers Frau und Sohn (Mutter mit Kleinkind).
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