Page 122 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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im Deutschen Werkbund. Zur Lehrer-
scha* gehörten neben bekannten
Künstlern, so der Maler und Bildhau-
er Richard Guhr (Goldener Rathaus-
mann Dresden, Richard-Wagner-
Denkmal Graupa) und der Maler Carl
Rade (später Lehrer von Gottfried
Zawadzki), auch externe Lehrkräf-
te wie Wilhelm Ellenberger, an der
Tierärztlichen Hochschule Dresden
Direktor von B@T>] S^=[_K`q. Mit
der Kunstgewerbeschule war das
Kunstgewerbemuseum verbunden,
für welches Goller ein Glasmosaik mit
Adler gescha+ en hatte. Es ist heute im
Besitz der Staatlichen Kunstsammlun-
gen Dresden. 1928, ein Jahr nach dem
Tod seiner Frau, kehrte Goller nach
Die „Deutsche Bauzeitung“ schrieb München zurück.
1919 zu der von Lossow & Kühne
im Jugendstil errichteten Synagoge Der wohl bekannteste Oberlausitzer
Görlitz: „Die von Prof. Goller in Absolvent der Kunstgewerbeschule zu
Dresden entworfenen Glasfenster Gollers Zeit war nach dem Ersten
lassen in ihrer großen Fläche reiches Weltkrieg Paul Sinkwitz. Sinkwitz stu-
Tageslicht in das Innere / uten.“ dierte u. a. bei Gollers Schwiegersohn
Arno Drescher. Ab 1931 lehrte er
rung Sachsens mit Ausbildungsange- selbst an der nunmehrigen Kunstge-
boten in neuen Kunstzweigen und im werbeakademie. Mehrere von Gol-
Kunsthandwerk. Mit William Lossow lers Schülern machten sich ebenfalls
wurde 1906 ein Vertreter der jungen einen Namen in der Oberlausitz.
Reformarchitektur zum Direktor Oskar Fritz Beier schuf Bleiglasfenster
bestellt. Die Ideen des Deutschen für die Kirche Wilthen, Max Merbt
Werkbundes fassten in der Dresdner restaurierte die Schlösser Rammenau
Kunstausbildung Fuß. Lossow holte und Neschwitz und entwarf Bildta-
nicht nur Josef Goller in den Lehr- peten für das Rittergut Schirgiswalde
körper, auch Oskar Sey+ ert, 1908 und Kurt Fiedler schuf Werbegra% ken
Mitbegründer des Landesvereins für Christoph & Unmack in Niesky
Sächsischer Heimatschutz, Adolf Son- und den Görlitzer Waaren-Einkaufs-
nenschein und Lossows Nachfolger Verein. Karl Heinicke stellte wieder-
ab 1914, Karl Groß, waren Mitglieder holt beim Bautzener Kunstverein aus.
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