Page 119 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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unter Führung von Stadtbaurat Hans
                                            Erlwein der Dresdner Künstlerverein
                                            „Die Zun* “ gegründet. Die Bildhauer,
                                            Architekten, Maler und Kunstge-
                                            werbler entwickelten einen speziellen,
                                            an der Zweckmäßigkeit orientierten
                                            Dresdner Stil im Zusammenwirken
                                            der verschiedenen Kunstformen. Eine
                                            Arbeitsgemeinscha*  innerhalb der
                                            „Zun* “, der auch Goller angehörte,
                                            gab die „Dresdner Künstlerhe* e“ he-
                                            raus. Goller illustrierte zudem für das
                                            „Kunstgewerbeblatt“, die Zeitschri*
                                            des Vereins Kunstgewerbe-Museum
                                            zu Leipzig.

                                            O+ enbar war es zwischen Hans
                                            Erlwein und Goller zum Bruch ge-
        Plakat für eine Ausstellung der „El-  kommen. Jener trat aus der „Zun* “
        bier“ mit dem von Goller gescha` e-  aus und gehörte 1908/1909 zu den
        nen Signet.                         Beschwerdeführern gegen Erlwein
                                            wegen vermeintlicher Bevorzugung
        Anstoß zur Gründung des Deutschen   von „Zun* “-Mitgliedern bei ö+ entli-
        Werkbundes 1907 in München, dem     chen Au* rägen. Als 1909 die Grup-
        sowohl Karl Schmidt, Goller als auch   pen „Zun* “ und „Elbier“ sowie weite-
        dessen Druckhaus /  eodor Beyer an-  re Künstler die „Künstlervereinigung
        gehörten. Mit der Ansiedlung seiner   Dresden“ gründeten, beteiligte sich
        Deutschen Werkstätten begründete    Goller nicht.
        Schmidt 1909 die Gartenstadt Hel-
        lerau. Der Deutsche Werkbund, von   Mit vielen Vertretern der damaligen
        1910 bis 1912 mit seiner Zentrale in   Reformbewegungen arbeitete Gol-
        der Gartenstadt Hellerau ansässig,   ler als Glasmaler an gemeinsamen
        verstand sich als Vereinigung von   Bauvorhaben, so mit den Architekten
        Künstlern, Architekten, Unterneh-   William Lossow (Kunstgewerbemu-
        mern und Sachverständigen zur       seum und Garnisonkirche Dresden),
        „Veredelung der gewerblichen Arbeit   Hans Erlwein (Sparkasse Schulgasse
        im Zusammenwirken von Kunst,        Dresden) und Schilling & Graebner
        Industrie und Handwerk“. Ebenfalls   (Lutherkirche Radebeul und Kaiser-
        von der 3. Deutschen Kunstgewer-    palast, Handelsbank Dresden, Kirche
        beausstellung beein# usst, hatte sich   Dux).

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