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Reklamemarken und Postkarten. Auf
der Dresdner Jahresausstellung „Das
Papier“ 1927 führte er ein Schat-
tenspiel vor. Sein „Volkstümliches
Schattenspiel-/ eater“ präsentierte
Goller regelmäßig im Kunstsalon
„Kühl und Kühn“. In seinen späten
Dresdner Jahren ist er mehrfach mit
Ölgemälden auf akademischen Kunst-
ausstellungen hervorgetreten.
In der Oberlausitz entwarf Goller
Kirchenfenster in Königswartha und
Seitendorf, das Mosaik über dem
Eingangsportal der Christuskirche
Bischofswerda und Glasfenster für
die Sy nagoge Görlitz (mit William In den Königswarthaer Kirchen-
Lossow). Die Fenster der Kirche fenstern mit Petrus und Paulus und
Schmeckwitz wurden nach Entwürfen den vier Evangelisten wird Gollers
von Woldemar Kandler durch Urban dekoratives Talent deutlich. Dabei
& Goller realisiert. Goller illustrierte ergänzten sich sein feines stilisti-
zudem in Alfred Moschkau: „Ritter- sches Gefühl und eine sichere Farb-
burg und Kloster Oybin im Zittauer gebung. Goller war nicht nur ein
Gebirge. Deren Beschreibung, Ge- gesuchter Glasmaler bei repräsenta-
schichte und Sagen“ (1905). tiven Neubauten wie der Lutherkir-
che Radebeul (1892), dem Kaiserpa-
An der Dresdner Kunstgewerbe- last Dresden (1897) und dem Neuen
schule unter dem Direktor Carl Rathaus Chemnitz (1911), sondern
Ludwig / eodor Gra+ unterrichtete auch dort, wo es darum ging, die
Goller von 1900 bis 1901 zunächst Fenster in ein bestehendes histori-
Abendklassen. Das Angebot dieser sches Ensemble stilgerecht einzufü-
Abendklassen richtete sich vorrangig gen wie in den Kirchen Johanngeor-
an junge Handwerker und umfasste genstadt und Königswartha.
Architektur, Modellieren, Zeichnen
und Malen. Nach dem Neubau der klassen Glasmalerei (Schüler waren
Kunstgewerbeschule an der Elias- Otto Griebel, Oskar Fritz Beier) sowie
straße (heutige Güntzstraße) lehrte Plakatentwurf (Otto Dix, Georg Karl
Goller unter William Lossow ab 1906 Heinicke aus Bautzen, Kurt Fiedler).
(ab 1908 als Professor) in der Nach- Die Kunstgewerbeschule Dresden
folge von Otto Rennert in den Tages- begleitete seit 1875 die Industrialisie-
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