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Zu Gollers wichtigsten Glasmalar-
beiten zählten die Verglasungen im
Empfangsraum für Staatsoberhäup-
ter im Leipziger Hauptbahnhof (mit
Lossow), Arbeiten für die Neuen
Rathäuser in Dresden, Gera und
Chemnitz sowie das Ständehaus in
Dresden. Während viele seiner Werke
in der Dresdner Innenstadt bei den
Bombenangri+ en 1945 verloren gin-
gen, wurden die Fenster der früheren
Garnisonkirche, heute St. Martin an
der Stau+ enbergallee, wieder rekon-
struiert. Zusammen mit der vollstän-
digen Ausmalung der Kirche durch
Paul Mohn bilden sie ein beeindru-
ckendes Ensemble. Im Chemnitzer
Rathaus wurden im Jahre 2005 zwölf
historische Bilder in Wappenform mit
# oralen und kulinarischen Motiven
wieder eingesetzt.
Goller übernahm neben der Glas-
gestaltung dekorative und gra% sche
Arbeiten, von denen sich mehrere im
Kupferstich-Kabinett Dresden, aber
auch im Kunstgewerbemuseum Prag
be% nden. Beispielsweise entwarf er
die farbliche Neugestaltung des Foy-
ers der Semperoper im Stil des Neo-
klassizismus. Für das „Central-/ e-
ater“ in Chemnitz malte Goller den
Hauptvorhang. Zu seinen bekanntes-
ten Au* raggebern für Werbegra% ken
Die Buntglasfenster in der Pfarr- gehörte die „Heinrich Ernemann AG
kirche St. Martin in Dresden aus für Camerafabrikation“ in Dresden.
der Zeit mit Urban, darunter „St. Für die Große Kunstausstellung Dres-
Viktor“, heben sich vor dem dunk- den 1904 entwarf Goller ein Plakat,
len Hintergrund mit strahlenden für die Internationale Photographi-
Farben hervor. sche Ausstellung in Dresden 1909
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