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Die Leipziger Bürgerschule auf den Mauern der Moritzbastei in einem ko-
        lorierten Kupferstich von Carl Benjamin Schwarz aus dem Jahre 1804. Vor
        allem Bürgermeister Carl Wilhelm Müller (1728–1801) hatte sich für einen
        prachtvollen Neubau als Symbol des Wohlstands der Stadt eingesetzt.

        Gewerbe, auf eine praktische Ausbil-  Am 15. April 1803 erhielt Gedike
        dung und die besondere Förderung    vom Magistrat der Stadt Leipzig den
        von Schülern aus einfachen Verhält-  Au* rag zur Einrichtung und Leitung
        nissen. Demgemäß schlug er in den   einer großen Bürgerschule. Dem
        drei größeren Städten des Oberlau-  waren jahrelange Planungen voraus-
        sitzer Sechsstädtebundes (Görlitz,   gegangen. 1795 stellten die Innungen
        Bautzen, Zittau) die Einrichtung von   den oƒ  ziellen Antrag auf Einrichtung
        Bürgerschulen ersten und zweiten    einer Bürgerschule bei der Stadt.
        Ranges neben den Gymnasien vor, in   Nachdem man 3156 schulp# ichtige
        den drei kleineren Städten (Kamenz,   Jungen und 3142 Mädchen gezählt
        Löbau, Lauban) die Umwandlung der   hatte und mit dem erwarteten hohen
        lateinischen Schulen in höhere Bür-  Zuspruch auf bedeutende Mittelrück-
        gerschulen, und in weiteren Städten   # üsse als Schulgeld ho”  e, erfolgte
        die Einrichtung von Bürgerschulen   am 3. Mai 1796 der Beschluss zum
        zweiten Ranges.                     Bau einer allgemeinen Bürgerschule.

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