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Denkmal für Bolesław in Breslau an der Schweidnitzer Straße.

        seine Ambitionen. Erst am 25. De-   ausstellung mit dem „Muzeum Miejs-
        zember 1024, nach dessen Tod, ließ   kie Wroclawia“ an „Milceni et Silensi:
        er sich zum ersten polnischen König   Die Oberlausitz und Schlesien um
        krönen. Gleichzeitig wurde die Meiß-  das Jahr 1000 in der Zeit des Bolesław
        nerin Oda damit möglicherweise zur   Chrobry“.
        ersten polnischen Königin, allerdings
        ist ihr Sterbejahr ungesichert und ihre
        Ehe galt wegen ihres vorehelichen   Quellen: Henry Lang: „/  e Origins of the
        Lebenswandels und einer Nebenfrau   Polish State. Mieszko I and Boleslaw Chrobry.“
        Bolesławs als problematisch.        University of Bu+ alo, 1995; Heinz Schuster-
                                            Šewc: „Zur Lokalisierung der in der Schen-
                                            kungsurkunde Heinrichs II. (1006) genannten
        Bolesław war am Ende seines Lebens   drei Kastelle: Ostrusna, Trebista, Godobi.“ In:
        als Herrscher von der Elbe bis zum   Letopis, Bd. 53, H. 2, 2006, S. 67–72; Herbert
        Bug, von der Ostsee bis zur Donau   Ludat: „Boleslaw I. Chrobry“. In: Lexikon des
        anerkannt. Im Dom zu Poznan fand    Mittelalters, Bd. 2, München–Zürich 1983,
                                            Sp. 359–364; Rezensiert von: Piotr Gotówko,
        er seine letzte Ruhe. Sein Sohn und   Rochala Paweł, Nimptsch im Jahre 1017, Ori-
        Nachfolger, Mieszko II., verlor in den   ginaltitel: „Niemcza 1017“. 30.6.2016, in forum
        Folgejahren nicht nur viele der vom   historiae iuris; „Dithmars, Bischofs zu Merse-
        Vater eroberten Gebiete, sondern    burg, Chronik in Acht Büchern, nebst dessen
        auch die polnische Königskrone. Im   Lebensbeschreibung, aus der lateinischen in
                                            die deutsche Sprache übersezt und mit An-
        Jahre 2001 erinnerte das Stadtmuse-  merkungen erläutert von M. Johann Friedrich
        um Bautzen in einer Gemeinscha* s-  Ursinus, Pfarrern in Boritz“. Dresden 1790

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