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Schri* gut zu verbrennen. Um 995 eigenständigen polnischen National-
führte er die ersten polnischen Mün- kirche, die unabhängig von Deutsch-
zen ein. land direkt dem Papst unterstellt war.
Das polnische Territorium war kir- 1002 unterstützte Bolesław den Meiß-
chenpolitisch umstritten. Das unter ner Ekkehard I. beim Versuch, die
Boleslav II. entstandene Bistum Prag Nachfolge des verstorbenen Kaisers
umfasste auch Breslau und Kra- Otto III. anzutreten. Er wurde durch
kau. Ein Vorschlag aus dem Bistum die Furcht angetrieben, dass sich die
Meißen, für Teile von Böhmen und Deutschen erneut mit den Böhmen
Schlesien eine eigene Diözese einzu- gegen Polen verbünden und jene
richten, scheiterte. Gegen die deut- Schlesien und Krakau zurückfordern
schen Kirchenfürsten entschied Otto könnten. Nach Ekkehards Ermordung
III., die zu Deutschland benachbarten eroberte Bolesław mit Unterstützung
Gebiete nicht zu integrieren, son- von dessen Gefolgsleuten Meißen und
dern zu Verbündeten aufzubauen, als die Lausitz. Die o zielle Markgra-
Vorposten zum Schutz des Reiches. fenwürde in Meißen erhielt jedoch
Bolesław erkannte die sich daraus Ekkehards Bruder Gunzelin. Um die
für ihn ergebenden Möglichkeiten. bereits bestehenden, engen familiären
Er löste die Reliquien des Prager Beziehungen mit Meißen zu festigen,
Bischofs Adalbert von den baltischen verheiratete Bolesław im Jahre 1002
Prußen aus, die jener mit Unterstüt- seine Tochter Reglindis mit Hermann
zung Bolesławs hatte missionieren I., einem Sohn von Ekkehard I.
wollen, und begrub sie in Gniezno.
Anlässlich der Wallfahrt von Otto III., Um Bolesław zu besän* igen, be-
der zu den Anhängern des inzwischen lehnte ihn der neue deutsche König,
heiliggesprochenen Adalberts gehör- Heinrich II., mit der Markgrafscha*
te, im März 1000 erkannte der Kaiser Lausitz (Niederlausitz) und dem Gau
Bolesław als souveränen Herrscher Milska, der dadurch praktisch von der
Polens an. Bei dieser Gelegenheit Mark Meißen abgetrennt wurde. Ein
wurde vermutlich auch die spätere Attentat gegen den Polen anlässlich
Eheschließung von Bolesławs / ron- der Huldigung des Königs in Merse-
folger Mieszko II. mit einer Nichte burg im Jahre 1002 hatte Zwietracht
von Otto beschlossen, und Bolesław zwischen Heinrich II. und Bolesław
tau* e seinen jüngsten Sohn auf den gesät. Mit der Brandschatzung der
Namen Otto. Papst Sylvester II. ge- Burg Strehla erö+ nete Bolesław o -
währte Polen eine eigene Erzdiözese ziell den Streit. Der Kon# ikt spitzte
mit Sitz in Gniezno, wobei Breslau ei- sich zu, als Bolesław 1002 und 1003
nen Bischofssitz erhielt. Damit wurde in die böhmische / ronfolge eingri+ ,
Bolesław zum Gründungsvater einer zunächst seinen vermutlichen Bruder
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