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Bolesław I Chrobry befestigt Grenzpfähle an Elbe und Saale.
wahren und hinter Bolesław stand die unterwarf. Zu Bolesławs Verbündeten
sächsische Fürstenopposition. Dabei gegen Heinrich zählte der mit ihm
schreckte Heinrich auch nicht davor verschwägerte dänische König.
zurück, sich mit den heidnischen
Lutizen zu verbünden, die Deutsche König Heinrich II. schenkte 1007 die
und Polen zuvor gemeinsam bekriegt Kastelle Trebista, Godobi und Os-
hatten. Milska wurde 1004 von den trusna dem Hochsti* Meißen unter
Deutschen zurückerobert. König Bischof Eido I. Sie befanden sich im
Heinrich II. und Hermann I., obwohl Gau Milska, der im Verlauf des Jahres
ein Schwiegersohn von Bolesław I wieder an Bolesław % el. Für diese
Chrobry, besetzten Bautzen. Heinrich Schenkung des Königs, unter dem das
II. konnte bis zum Friedensschluss Reichskirchensystem ein Blüte erleb-
1005 in Poznan im ersten von ins- te, gab es eine politische Motivation.
gesamt drei Kriegen mit Bolesław des- Die Bischöfe stellten in Deutschland
sen Ein# uss zunächst zurückdrängen, ein bedeutendes Gegengewicht zum
ohne dass sich dieser ihm tatsächlich immer selbstbewusster au* retenden
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