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die Kunstakademie und die jungen
Maler große Verdienste erworben
habe. Seine eigenen jüngeren Arbei-
ten wurden dagegen kritisiert (Dresd-
ner Abendzeitung, 30.8.1806). Das
Lexikon von Georg Kaspar Nagler
schrieb: „Sche nau hatte zwar Phan-
tasie und Geschick zur Komposition,
seine Zeichnung ist aber nicht selten
unrichtig, seinen Figuren fehlt es an
wahrem Leben und Ausdruck, und
die Färbung ist bunt, selbst in den
Schatten noch glühend. Er scheint
hierin den Rubens missverstanden
zu haben.“ Zeissig wurde auf dem
Dresdner Johannisfriedhof beigesetzt,
1854 aber wegen dessen Einebnung
„Zwei Frauen und drei Männer beim nach Großschönau umgebettet. Eine
Kartenspiel“, Metropolitan Museum Vielzahl von seinen Werken be% ndet
of Art New York, Open Access for sich heute im Besitz von Oberlausit-
Scholarly Content (OASC). zer Museen, so in Bautzen („Mädchen
mit Tauben“, „Unterzeichnung des
verbleibenden Jahren holte Zeissig zu- Ehevertrages“), in Görlitz („Ehepaar
sammen mit Camillo Graf Marcolini in der Laube“, „Familienszene“), in
weitere namha* e Künstler nach Dres- Zittau („Bildnis eines jungen Man-
den, so 1799 den Porträtmaler Joseph nes“, „Christus am Ölberg“) und eine
Grassi. 1803 erhielt Adrian Zingg die größere Anzahl Bilder im Deutschen
lange verwehrt gebliebene Professur. Damast- und Frottiermuseum Groß-
Dominierten am Beginn von Zeissigs schönau. Zeissigs Werke % nden sich
akademischer Lau& ahn in Dresden aber auch im Metropolitan Museum
noch Historienmalerei und Klassizis- of Art New York und der National
mus, so begann unter seiner Leitung Gallery of Art Washington. Die Staat-
eine Erneuerung. Insbesondere Zingg lichen Kunstsammlungen Dresden
wurde zu einem Wegbereiter der Ro- besitzen neben den Ölgemälden „Die
mantik, die später unter Caspar David kurfürstliche Familie“, „Das Kunstge-
Friedrich in Dresden zum Durch- spräch“ und „Bildnis des sächsischen
bruch gelangte. Kurfürsten und Königs Friedrich
August des Gerechten“ vor allem
Als Zeissig starb, attestierte die zeit- mehrere Porzellane „mit dem grünen
genössische Kritik, dass er sich um Band“ nach Zeissigs Entwürfen.
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