Page 399 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Nach dem Tod Hutins übernahm er
        ab 1777 als ordentlicher Professor die
        künstlerische Leitung der Akademie
        für Malerei, Bildhauerei und Kupfer-
        stecherei alternierend mit Giovanni
        Battista Casanova, einem Bruder des
        Giacomo Casanova. Canaletto blieb
        in jenen Jahren auswärtiges Akade-
        miemitglied, Gra+  und Zingg lehrten
        weiterhin, neu geholt wurde der Ma-
        ler Cres centius Jakob Seydelmann.

        Zu Zeissigs bekanntesten Schülern an
        der Kunstakademie gehörten Chris-
        tian August Lindner, der hier später
        selbst lehrte, die Dresdner Brüder
        Carl und August Friedrich, Johann
        Daniel Dusler und Johann Gottlob
        Klingner ebenfalls aus Dresden,
        Ludwig August Sack aus Görlitz, Jo-
        hann August Lingke aus Zittau sowie
        die wie Zeissig aus Großschönau
        stammenden Gottlieb Schi+ ner und
        Gotthelf Weber.                     Eine Zuordnung von Porzellanen
                                            aus Meißen zu Zeissigs Scha` ens-
        Der Bautzener Schri* steller AT[TX^   zeit ist mittels des von 1774 bis 1815
        G]^^_K={ M=KXX>=@, der ihm 1781     gültigen Signets möglich.
        seinen „Alcibiades“ widmete, gehörte
        zu Zeissigs Bewunderern. Das Ver-   1780 übernahm Marcolini in Hage-
        hältnis zu Casanova war dagegen von   dorns Nachfolge auch die Generaldi-
        Beginn an gespannt und verschlech-  rektion der Kunstakademie. Dessen
        terte sich weiter mit der erneuten   ungeachtet förderte er weiterhin
        Hinwendung Zeissigs zur Histori-    besonders die Porzellan-Manufaktur
        enmalerei, der Domäne Casanovas.    in Meißen. Seit Johann Joachim Win-
        So war es kein Zufall, dass jener im   ckelmann war es Mode, die Antiken
        Unterschied zu Christian Ludwig von   in Porzellan nachzuahmen. Auch
        Hagedorn, Adrian Zingg und An-      in Meißen wurden auf Marcolinis
        ton Gra+  in Zeissigs Gemälde „Das   Anweisung solche Porzellan% guren
        Kunstgespräch“ fehlte.              hergestellt, wofür er die Modelleu-
                                            re die von Anton Raphael Mengs

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