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Autobiogra& sche Retrospektive von Frank Fiedler
Lehrer a. D., Heimatforscher
*29.11.1930 Dresden
V: Friedrich Kurt Fiedler (*8.3.1894 Eichbusch, †11.11.1950 Dresden), Gra% ker, Meisterschüler
von Josef Goller; M: Nanny Louise geb. Schuchardt (9.11.1897–9.4.1948); G: Sonja (1922–2012),
Gert (1935–1984); E: Brunhilde geb. Gnauck (*4.4.1935, Urenkelin des ehemaligen Kleindrebnit-
zer Gemeindevorstands Ernst Gnauck); K: Uwe (*24.9.1958, Dr.-Ing.)
Meine Kindheit verbrachte ich in räumen des Dürerbundes auch die
einem künstlerisch geprägten Umfeld lokale Redaktion der Zeitschri* „Der
in Dresden-Blasewitz. Unser Wohn- Kunstwart“. Mein Vater, Kurt Fiedler,
haus, die Heinrich-Schütz-Straße 2, war seinerzeit ein bekannter Gra% ker.
spielte einstmals in der deutschen Er arbeitete u. a. für solche führenden
Kulturgeschichte als Dürerbundhaus Verlage wie Teubner, Steinkop+ und
eine bedeutende Rolle. 1910 hatte Güntz und zählte Villeroy & Boch,
es Heinrich Tscharmann für Fer- den Zirkus Sarrasani und das Dresd-
dinand Avenarius, noch unter der ner Planetarium zu seinen Kunden.
Adresse Bahnhofstraße 24, für diese
große, deutschlandweite Organisati- Unsere Familie teilte sich eine Etage
on des Bildungsbürgertums erbaut. der großen Villa an der Elbe mit dem
Es beherbergte neben den Dienst- Schwager Edmund Schuchardt, einem
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