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im Grünen Gewölbe zu Dresden.
Beteiligt waren Johann Carl Schön-
heit und Christian Gottfried Jüchzer
sowie der Juwelier Johann Christian
Neuber. Zu Zeissigs Mitarbeitern bzw.
Schülern in Meißen gehörten auch
Carl Gotthelf Starcke sen./jun. aus der
Familie der Ehefrau von G]^^_]{
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Tisch auf den Frieden von Teschen
im Louvre Paris: Kaiserin Maria 1786 kam es zum „Dresdner Ge-
% eresia und Friedrich August mäldekrieg“ zwischen Zeissig und
der Gerechte schenkten den Tisch Casanova, der vor allem durch deren
Louis-Auguste de Breteuil für seine Anhänger ausgetragen wurde. Anlass
Vermittlung zwischen Preußen und war ein euphorisches Lob für Zeissigs
Österreich während des Bayerischen
Erbfolgekrieges 1779. Der Tisch
wurde von Johann Christian Neuber
gescha` en und von Zeissig mit fünf
Medaillons aus Meißner Porzellan
versehen. Foto: Tangopaso (Wiki-
media Commons, Public Domain).
gesammelten Gipsabgüsse studieren
ließ. Die Eigenständigkeit der Ma-
ler der Manufaktur blieb unter der
Oberaufsicht Zeissigs gering. Dessen
ehemaliger Schüler Heinrich Gotthelf
Schaufuß erhielt eine Anstellung als
Figurenmaler und Zeichenmeister.
Auch nachdem Acier 1780 Meißen
verlassen hatte, entstanden in Zusam-
menarbeit mit Zeissig und den ver-
bliebenen Modelleuren bedeutende
Arbeiten. 1782 fertigte Johann Gott-
lob Matthäi nach Zeichnungen von „Auferstehung Christi“ in der
Zeissig und einem ersten Entwurf von Kirche Großschönau. Foto: Jwaller
Acier die Modelle der teils in Biskuit, (Wikimedia Commons, Lizenz CC
teils in glasiertem Porzellan ausge- BY-SA 3.0, Ausschnittsvergröße-
führten Figuren für den Prunkkamin rung)
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