Page 386 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Leipziger Disputation von 1519 (von Julius Hübner) mit Johannes Eck
(links) und Martin Luther (rechts), in der Mitte sitzend Herzog Barnim von
Pommern als Ehrenrektor und Herzog der Bärtige von Sachsen.
senskon# ikten zwischen dem Mainzer Die Universität Leipzig wurde 1519
Domkapitel und dem Kurfürstenhaus zum Schauplatz einer der berühm-
Brandenburg einerseits und dem testen theologischen Auseinander-
Kurfürstentum Sachsen-Wittenberg. setzungen, der „Leipziger Disputa-
Vor allem die Zugehörigkeit von tion“. Auf Anregung von Georg dem
Erfurt war strittig. Im Unterschied zu Bärtigen stellte sich Martin Luther
Wittenberg, wo zwar der Erzbischof seinen Gegnern zum Streitgespräch.
von Magdeburg ebenfalls oberster Die Leipziger Universität, im Herr-
Geistlicher war, weltlicher Landesherr scha* sbereich des reformationskriti-
aber Kurfürst Friedrich der Weise, schen Georgs gelegen, stand dabei auf
unterstand Halle dem Erzbischof von der Seite von Luthers Gegnern. Jener
Magdeburg auch als Landesherrn. war von 200 bewa+ neten Studenten
Trotz des persönlichen Angri+ s gegen aus Wittenberg begleitet worden,
ihn hielt Albrecht lange an einer die nicht nur ihn schützen wollten,
toleranten Haltung gegenüber der sondern ihrerseits dessen Gegner
Reformation fest. Viele der erzbi- bedrohten. Bewa+ nete Krä* e ver-
schö# ichen Räte sympathisierten mit suchten, gewaltsame Auseinanderset-
Luther. Albrechts abwartende Haltung zungen zwischen den Studenten aus
auf dem Wormser Reichstag von 1521 Leipzig und Wittenberg zu verhin-
rettete möglicherweise Luthers Leben. dern. Da auch Studierende die mehr-
tägige Disputation besuchen dur* en,
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