Page 312 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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waren landesweite Meldestellen. In-  rung von Samen- und Sortenprüfun-
        ternational fanden Steglichs Arbeiten   gen sowie beim Verkauf. Steglich war
        zu P# anzenzüchtung, P# anzenschutz   in der Ökonomischen Gesellscha*
        und Obstbau in den USA und Skan-    Mitglied im Gesellscha* sausschuss
        dinavien Beachtung. Im Jahre 1904   und Obmann im Sonderausschuss
        unternahm er mit Unterstützung der   für landwirtscha* liche Erzeugnisse
        Julius Adolph Stöckhardt-Sti* ung   und Hilfssto+ e. Als Vorstandsmitglied
        und der sächsischen Regierung eine   verfasste er 1914 eine Festschri*  zum
        Studien reise nach Skandinavien, die   150-jährigen Bestehen der Schwes-
        ihn auch in die bekannte Saatzucht-  tergesellscha*  Ökonomische Societät
        anstalt Svalöf (Schweden) führte.   in Leipzig – sein Schwiegergroßvater
        Besondere Verdienste erwarb sich    Ludwig Mothes hatte die umstritte-
        Steglich um den Ausbau des Feld-    ne Abtrennung der Ökonomischen
        versuchswesens in Sachsen durch     Gesellscha*  mit Sitz in Dresden
        Einrichtung zahlreicher, nach klima-  seinerzeit als Syndikus der Leipziger
        tischer Lage und Bodenbescha+ en-   Societät begleitet. Steglich engagierte
        heit ausgewählter Anbaustationen.   sich im Landeskulturrat als Verant-
        Um 1910 arbeitete er auch mit dem   wortlicher für Fischzucht und ab 1919
        Rittergut Schmölln des August       für das landwirtscha* liche Versuchs-
        Schmatz zusammen. Auf 183 Hektar    wesen, in der Deutschen Landwirt-
        wurden Schmöllner Gebirgsweizen,    scha* s-Gesellscha*  (Hochzucht-
        Gelbhafer, Hannagerste und Oberlau-  kommission für landwirtscha* liche
        sitzer /  imotheegras angebaut. Die   P# anzenzuchten, Kommissionen für
        Samenkörner dieses ertragreichen    Saatenanerkennung, Sortenversuche,
        und wertvollen Futtergrases unter-  Flachs-, Obst- und Weinbau), im Ver-
        schieden sich in Schwere und Größe   band landwirtscha* licher Versuchs-
        vorteilha*  von den marktüblichen   stationen unter Leitung von Friedrich
        Sorten und wurden im Rahmen eines   Nobbe im Ausschuss für P# anzenpro-
        Samenpreiswettbewerbs der Deut-     duktion und P# anzenschutz sowie im
        schen Landwirtscha* s-Gesellscha*    Sächsischen Fischereiverein. Unter
        mit einem ersten Preis ausgezeichnet.   seinem langjährigen Vorsitz stand
        Zahlreiche Vorträge vor der Ökono-  insbesondere der Besatz der Gewässer
        mischen Gesellscha*  im Königrei-   im Vordergrund. Grundlage hierfür
        che Sachsen dienten einer schnellen   war eine Verbreitung der künstlichen
        Verbreitung der wissenscha* lichen   Fischzucht, v. a. von Forelle, aber auch
        Erkenntnisse. Die Ökonomische Ge-   Lachs, Schnäpel und Felchen. Unter
        sellscha*  gewährte den praktischen   der Leitung des Fischereivereins wur-
        Landwirten seinerzeit vielfältige   de die Regenbogenforelle in Sachsen
        Unterstützungsleistungen, neben der   eingeführt. Besonders erfolgreich war
        Weiterbildung auch zur Durchfüh-    die Tätigkeit des Vereins in der Teich-

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