Page 313 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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wirtscha* . Neben seinem Wirken in
        der Versuchsstation lehrte Steglich
        von 1912 bis 1921 als Professor für
        Land- und Volkswirtscha*  an der
        Tierärztlichen Hochschule Dresden
        unter Wilhelm Ellenberger. Steglich
        war Mitglied in der Gesellscha*
        deutscher Naturforscher und Ärzte, in
        der Deutschen Botanischen Gesell-
        scha* , in der Naturwissenscha* lichen
        Gesellscha*  ISIS Dresden (seit 1890),
        schri* wechselndes Mitglied bei FLO-
        RA – Sächsische Gesellscha*  für Bo-
        tanik und Gartenbau (seit 1900), und
        er interessierte sich für geschichtliche
        Belange. So war er Mitglied im Verein
        für die Geschichte Dresdens und im
        Sächsischen Altertumsverein.


        Der Erste Weltkrieg unterbrach
        Steglichs beru# iche Karriere. Nach
        dem frühen Kriegstod seines Soh-    Steglich meldete sich mit 57 Jahren
        nes Carl Christian in den belgischen   freiwillig zum Kriegsdienst.
        Ardennen – den Steglich nie vollstän-
        dig verwinden konnte – trat er 1914   Steglichs großer Verdienst lag im
        freiwillig als Oƒ  zier des Landsturm-  steten Ausbau der zunächst kleinen
        Bataillons XII/9 in den Armeedienst   Versuchsstation zu einer selbststän-
        und war bis 1918 zeitweise in Ma-   digen, vom Botanischen Garten
        zedonien, Ungarn und Frankreich     losgelösten „Staatlichen Landwirt-
        im Einsatz. 1916 erhielt Steglich die   scha* lichen Versuchsanstalt“ mit den
        Beförderung zum Hauptmann der       drei Abteilungen P# anzenernährung
        Landwehr. Außerdem wurde ihm        und Bodenchemie, P# anzenbau und
        das Kriegsverdienstkreuz verliehen.   Samenkontrolle sowie P# anzenschutz.
        Fachliche Arbeiten in Dresden sollten   Zu seinen wichtigsten Mitarbeitern
        helfen, die Not der Bevölkerung zu   gehörten Walter Baunacke (Phyto-
        lindern, so 1915 im Rahmen der      pathologie) und Hermann Pieper
        Schädlingsbekämpfung in der Land-   (Saatgutforschung). Nach der Neu-
        wirtscha*  die „Anleitung zu gemein-  ordnung des landwirtscha* lichen
        samer Vertilgung der Feldmäuse“ im   Versuchswesens 1919/20 bestanden
        Au* rag des Innenministeriums.      in Sachsen insgesamt drei Versuchs-

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