Page 308 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 308

Nach dem Tod des Vaters leitete die Mutter das Erbgericht Großdrebnitz
        mit einem Verwalter, bis es 1887 an die Familie Hilmes verkau+  wurde.

        Bruno Steglich besuchte in Großdreb-  die jener seinerzeit leitete. Es ent-
        nitz die Schule und erhielt Privat-  wickelte sich bei Steglich ein starkes
        unterricht. Von 1867 bis 1871 ging   Interesse am agrikulturchemischen
        er in Bautzen auf die Bürgerschule   und p# anzenphysiologischen Ver-
        und das Realgymnasium, von 1871     suchswesen. Während eines Volonta-
        bis 1876 besuchte er in Dresden die   riats auf dem Rittergut Deutschbase-
        „Dreikönig schule“, eine Realschule I.   litz (1876–1877, Verwalter: Bernhard
        Ordnung. Das Rüstzeug für die späte-  Müller, Eigentümer: Friedrich /  eo-
        re Lau&  ahn in der Agrarwissenscha*    dor von Zezschwitz) erlernte Steglich
        erwarb sich Steglich bereits in seiner   die Teichwirtscha* . 1878/79 leistete
        Oberlausitzer Heimat, nachdem er    er in Bautzen im 4. Königlichen
        ursprünglich Ingenieur werden woll-  Sächsischen Regiment Nr. 103 seine
        te. Im elterlichen Erbgericht hatte die   einjährige freiwillige Militärp# icht
        Arbeitspferdezucht Tradition. Wäh-  ab. Steglichs Ausbildung % el dank der
        rend der Hospitanz- und Assistenzzeit  positiven Wirkungen des von H=K>-
        an der Landwirtscha* sschule Bautzen  @K`q AT[TX^ B_]`q~?>> mitver-
        (1877–1878) bei E|T?@| H=K|=>       fassten Gesetzes über „Ablösungen
        konnte er auch Erfahrungen in der   und Gemeinheitsteilungen“ in die
        Versuchsstation Pommritz sammeln,   Zeit eines großen Aufschwungs der

        308
   303   304   305   306   307   308   309   310   311   312   313