Page 314 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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anstalten, neben Dresden in Pomm- Klavierunterricht erhielt und wo die
ritz unter der Leitung von G=]@[ Eltern eine Vielzahl von Nachdrucken
D=@_K^K und in Möckern unter berühmter Gemälde besaßen. Vom
Gustav Fingerling. Steglich führte Hofmaler Ludwig Otto befanden
die Dresdner Versuchsanstalt bis sich eine Großdrebnitzer Ansicht
zu seiner Versetzung in den Ruhe- und ein Porträt von Steglichs Sohn
stand im November 1923 zu großem Carl Christian im Besitz der Familie
Ansehen für ihre Leistungen bei der Bruno Steglich. Ludwig Otto hatte die
Erforschung und Verbreitung der jüngste Tochter Marie des ehemaligen
wissenscha* lichen Grundlagen der Großdrebnitzer Pfarrers Carl August
Landwirtscha* und des Obst- und Rüdiger – eine Freundin von Steglichs
Gartenbaus in Deutschland. Für seine Schwester Clara – geheiratet und kam
Verdienste um die sächsische und häu% g ins Dorf, um hier zu malen.
deutsche Landwirtscha* wurden ihm Auch im Dresdner Verein „Harmo-
hohe staatliche und wissenscha* liche nie“ (Palais Hoym) bestanden vielfäl-
Auszeichnungen zuteil. 1901 erhielt tige gesellscha* liche Kontakte. Robert
er das Albrechtskreuz, 1908 verlieh Sterl schuf ab 1907 insgesamt sechs
ihm König Friedrich August III. das Porträts von Mitgliedern der Familie
Ritterkreuz erster Klasse, 1912 wurde Wiede von Steglichs Tochter Else. Das
er zum Regierungsrat ernannt und Bildnis von Else Wiede aus dem Jahre
1914 verlieh ihm der König die Krone 1925 be% ndet sich heute ebenso in
zum Ritterkreuz des Albrechtsordens. der Gemäldegalerie Neue Meister wie
Die DLG ehrte ihn mit der „Großen die von Ludwig Otto 1918 gemalten
Silbernen Eyth-Denkmünze“ (1910), Porträts von Else und ihrem Mann
der Landesobstbauverein (1899), Johannes Wiede. 1912 entwarf Karl
der Landwirtscha* liche Kreisverein Schulz ein Kirchenfenster in Trebsen,
Dresden (1915) und der Deutsche das u. a. Steglichs Tochter und Enkel
Fischereiverein (1919) jeweils mit zeigt und durch die Glasmalanstalt
der silbernen Verdienstmedaille. Die Bruno Urban aus Dresden realisiert
Ökonomische Gesellscha* zu Dres- wurde.
den und der Sächsische Fischereiver-
ein ernannten Steglich zum Ehren- Nach der Pensionierung bis zu sei-
mitglied. nem Tod wohnte Steglich in Dresden,
Blochmannstraße 21. Nach der Ein-
Bemerkenswert in seinem persön- segnungsfeier auf dem Trinitatisfried-
lichen Leben war die Bekanntscha* hof wurde er nach Trebsen überführt.
mit namha* en Künstlern seiner Zeit. Hier erinnert noch heute ein 1930
Die musische Aufgeschlossenheit von Georg Wrba gescha+ enes Grab-
Steglichs ging bis in die Zeit im Groß- mal an ihn. An seinem Geburtsort
drebnitzer Erbgericht zurück, wo er geriet er jedoch in Vergessenheit.
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