Page 298 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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1830 übernahm Schneider die Direk-
tion der Dreyssig’schen Singakade-
mie, mit der er viele ö+ entliche Auf-
tritte hatte. Als Lehrer für Orgelspiel
war er so anerkannt, dass die Schüler
von weit her zu ihm kamen. / eodor
Berthold, Edmund Kretschmer und
Gustav Adolf Merkel gehörten zu sei-
nen bekanntesten Dresdner Schülern.
Felix Mendelssohn Bartholdy war
mehrfach bei Schneider in Dresden
und empfahl diesen den Schülern des
Leipziger Konservatoriums. Auch
Robert Schumann nahm Stunden.
Zudem bildete Schneider Schüler
des Friedrichstädter Lehrerseminars
zu Organisten aus. 1832 wurde die
Jehmlich-Orgel in der Kreuzkirche
durch Johann Schneider und Kreuz-
kantor Ernst Julius Otto eingeweiht.
Schneider verö+ entlichte nur wenige
Kompositionen. 1849 erschien bei der
Die Prüfung der Silbermann-Orgel Arnoldischen Verlagsbuchhandlung
mit Vorspiel in der katholischen sein mit dem Waldenburger Seminar-
Ho irche von Dresden im Jah- direktor Friedrich Wilhelm Schütze
re 1825 war von entscheidender herausgegebenes „Evangelisches
Bedeutung für Schneiders Karriere. Kirchenpräludienbuch“ als Lehr- und
Später bewahrte er sie vor einer Lernbuch für den Orgelunterricht in
von Ho apellmeister Carl Gottlieb Schullehrer-Seminarien.
Reißiger geforderten Umstimmung.
Johann Gottlob Schneider: „So wie 1853 ging Schneider auf Initiative
diese Orgel gebaut ist, wird keine von Sigismund Ritter von Neukomm
mehr gebaut“. mit dem Kölner Männergesangverein
nach London zu zwei sehr erfolgrei-
K?@_ AT[TX^ B^^K[=@, E|T?@| chen Konzerten in der Exeter-Hall.
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