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Sebastian Bach. In Görlitz organi-
        sierte er Musikfeste, so 1820 mit dem
        „Weltgericht“ seines Bruders Fried-
        rich. Mit dem Musikdirektor seiner
        Kirche, Johann August Blüher, veran-
        staltete er Konzerte, in denen Schnei-
        der dirigierte, sang oder Klavier
        spielte. Bei einem Gastspiel in Dres-
        den begeisterte er Heinrich Vitzthum
        von Eckstädt, seinerzeit Direktor von
        Ho¤  apelle, Ho* heater und Kunstaka-
        demie, und /  eodor Winkler (Hell)
        derart, dass man ihm die Stelle des
        Hoforganisten an der katholischen
        Ho¤  irche in der Nachfolge von An-
        ton Dreyssig (aus Leutersdorf, einem
        Nachbarort von Neugersdorf) anbot,
        die er aber nicht annahm.
                                            Die Görlitzer Sonnenorgel von Eu-
        Bei einem Au* ritt in der Dresdner   genio Casparini mit einem Prospekt
        Sophienkirche überzeugte Schneider   von Johann Conrad Buchau wurde
        Oberhofprediger Christoph Friedrich   1703 fertiggestellt und seit 1827
        Ammon und anlässlich der Orgelprü-  mehrfach umgebaut. Ihren Namen
        fung der Silbermann’schen Orgel in   verdankt sie den 16 Sonnen, um die
        der katholischen Ho¤  irche im Jahre   herum die Orgelpfeifen wie Sonnen-
        1825 Carl Maria von Weber, die ihn   strahlen angeordnet sind. Foto: Za-
        als Hoforganisten an die evangelische   iron (Wikimedia Commons, Lizenz
        Sophienkirche empfahlen. Auch an    CC BY-SA 3.0)
        anderen Orten wurde er wiederholt
        zu Rate gezogen, um Orgelprüfungen   Gütigen sowie bei privat organisierten
        vorzunehmen. So spielte er 1825 auf   Au+ ührungen wie von Carl Gustav
        der von ihm geprü* en neuen Orgel   Carus.
        in Bischofswerda. Am 12. Dezember
        1825 trat Schneider die Nachfolge des   Schneider war seit dem 2. November
        evangelischen Hoforganisten Fried-  1815 Freimaurer in der Görlitzer Loge
        rich George Kirsten in Dresden an.   „Zur gekrönten Schlange“ und ab
        Er konzertierte in der Sophienkirche   dem 9. Februar 1827 in Dresden in
        und der Kreuzkirche, wirkte als Inst-  der Loge „Zum Goldenen Apfel“, in
        ruktor der evangelischen Kapellkna-  der er auch als Musikdirektor wirkte.
        ben und spielte vor König Anton dem   Logenbrüder waren seinerzeit u. a.

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