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Schneider, Johann Gottlob
Hoforganist in Dresden
28.10.1789 Altgersdorf – 13.04.1864 Dresden
V: Johann Gottlob (*1.8.1753 Waltersdorf, †3.5.1840 Altgersdorf), Sohn des armen Häuslers
und Zwillichwebers Johann Christoph Schneider, der durch sein Musiktalent weit über seinen
Heimatort Waltersdorf hinaus bekannt war, musste in seiner Jugend am Webstuhl arbeiten,
lernte trotzdem Klavier und Violine, 1774 Organist, 1779 zusätzlich Unterschulmeister in
Waltersdorf, 1787 Hauptlehrer und Organist in Alt- und Neugersdorf, 1832 Civilverdienstor-
den; M: Anna Rosina geb. Hänisch (*5.1.1762 Jonsdorf, †9.1.1832 Altgersdorf), Bleichnerin;
G: 1 vor seiner Geburt verstorbener Halbbruder, 1 Halbschwester (18.3.1774–1808, verh. 1792
mit Karl Gottlieb Krause aus Neusalza) aus der 1. Ehe des Vaters, Johann Christian Friedrich
(*3.1.1786 Waltersdorf, †23.11.1853 Dessau, 1798 Gymnasium Zittau, sang im Kirchenchor und
wirkte als Chorpräfekt, 1805 humanistische Studien an der Universität Leipzig, in der Musik bei
Johann Gottfried Schicht, unterrichtete ab 1806 Orgel und Gesang an der Ratsfreischule, 1807
Organist der Paulinerkirche, 1807 Freimauer-Loge „Balduin zur Linde“, 1810 Musikdirektor
der Operngesellscha* von Joseph Seconda, 1813 Organist an der / omaskirche, 1816 Leitung
der Singakademie, 1817 Musikdirektor am Stadttheater Leipzig, 1820 „Elementar-Handbuch
der Harmonie und Tonsetzkunst“ bei Peters, 1822 Ho¤ apellmeister in Anhalt-Dessau, leitete
zahlreiche überregionale Musikfeste, 1829 Gründung der Musikschule Dessau, komponierte 16
Oratorien, darunter „Das Weltgericht“ in 3 Teilen für Soli, Chor und Orchester (1820), sowie 6
Opern und 23 Sinfonien, Mitglied, Ehrendoktor bzw. Ehrenmitglied der Universitäten Halle und
Leipzig, der Konservatorien Paris und Stockholm sowie der Oberlausitzischen Gesellscha* der
Wissenscha* en), Johann Gottlieb (*19.7.1797 Altgersdorf, †4.8.1856 Hirschberg, besuchte das
Gymnasium Zittau, Studium in Leipzig, 1815 Musiklehrer in Bautzen, 1817 Organist in Sorau,
1825 Organist an der Kreuzkirche in Hirschberg), 4 früh verstorbene Geschwister; E: 12.11.1812
Julie Friederike Auguste geb. Weidisch (5.8.1789–21.6.1856), Tochter eines Zittauer Stadtrichters
Schneider war der Sohn eines Lehrers als Posaunenbläser auf. Seinen Vater
und Organisten in Alt- und Neugers- musste er gelegentlich an der Orgel
dorf. Den ersten Musikunterricht vertreten. 1801 kam Schneider auf
erhielt er im Alter von fünf Jahren wie das Gymnasium in Zittau, wo er wie
zuvor sein älterer Bruder Friedrich zuvor sein Bruder Friedrich musika-
und später der jüngere Bruder Johann lisch sehr gefördert wurde. Er sang als
Gottlieb vom Vater. Neben dem Or- Sopran im Chor der Johanniskirche
gelspiel lernte Schneider auch Klavier, unter Johann Gottlieb Schönfeld, trat
übte viele Orchesterinstrumente mit Soli in Konzerten in Görlitz und
(Violine, Viola, Oboe, Klarinette, Löbau auf und wirkte als Präfekt des
Fagott, Horn, Trompete und Posaune) Chores. Orgelunterricht erhielt er
und war insbesondere ein talentierter von Johann Gottlieb Unger. 1810 gab
Cellist. Im Alter von zehn Jahren trat Schneider in Zittau ein Klavierkon-
er in Rumburk bei einem Konzert zert.
(„Die Schöpfung“ von Joseph Haydn)
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