Page 280 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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Ab 1834 lehrte Rietschel als Professor
                                            für Bildhauerkunst an der Kunstaka-
                                            demie unter Heinrich Carl Graf Vitz-
                                            thum von Eckstädt, seinem früheren
                                            Lehrer Ferdinand Hartmann (künstle-
                                            rische Leitung) und /  eodor Winkler
                                            (Hell) für die Expedition, blieb aber
                                            zunächst zusätzlich an der Tech-
                                            nischen Bildungsanstalt tätig. Der
                                            Kunstakademie gehörten seinerzeit
                                            K?@_ AT[TX^ B^^K[=@ und Franz
                                            Pettrich als Mitglieder an. Schon kurz
                                            nach Rietschels Amtsantritt geriet
                                            die Kunstakademie in eine Krise. Der
                                            Landtag stellte sogar ihre Existenz
                                            in Frage. Hartmann verteidigte sie
                                            schließlich erfolgreich mit dem Hin-
                                            weis auf die Kunst als Staatsaufgabe.
                                            Zudem unterbreitete er Vorschläge,
        Der Gartenpavillon auf der Brühl-
        schen Terrasse wurde von Johann     wie die Arbeit e+ ektiver zu gestalten
        Christoph Knö` el 1747 erbaut (im   sei. Ab 1836 wurden der Atelierunter-
        selben Jahr von Canaletto gemalt).   richt eingeführt, die Generaldirektion
        1828 erfolgte hier die Gründung der   aufgelöst und ein Akademischer Rat,
        Technischen Bildungsanstalt, der    dem auch Rietschel angehörte, als
        heutigen Technischen Universität.   Leitungsgremium berufen. In dieser
        Nach dem Wegzug der Bildungsan-     Funktion zeichnete Rietschel mitver-
        stalt gehörte der Gartenpavillon zur   antwortlich für die Weiterentwicklung
        Kunstakademie, die seit 1791 in der   der Kunstakademie. So wurden aus
        umgebauten Brühlschen Bibliothek    Düsseldorf die Maler Julius Hübner
        (im Bildhintergrund) angesiedelt    und Eduard Bendemann geholt, die er
        war. Rietschel, der selbst an der   schon aus seiner Berliner Zeit kannte,
        Kunstakademie studiert hatte, besaß   und Julius Schnorr von Carolsfeld,
        im Gartenpavillon sein Atelier.     mit dem er seit seinem Aufenthalt in
                                            München freundscha* lich verbunden
        Terrasse gegenüber der Brühlschen   war. Bekannteste Schüler in Rietschels
        Bibliothek, wo die Kunstakademie    Atelier für Bildhauerei waren Johan-
        untergebracht war, zog jedoch noch   nes Schilling (1842), Gustav Adolf
        1833 in die Rüstkammer am Jüden-    Kietz (nach 1844), Adolf Donndorf
        hof.                                (1853) und Robert Henze (¸»¼»).



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