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1873 kehrte Hempel nach Dresden     von organischer und anorganischer
        zurück, wo er an der chemischen     Chemie und berief ihn zum Leiter
        Zentralstelle für ö+ entliche Gesund-  des „Laboratoriums für Anorganische
        heitsp# ege bei Hugo Fleck als Assis-  und Analytische Chemie“. Hempel
        tent arbeitete und 1874 der Naturwis-  unternahm erste Reisen nach England
        senscha* lichen Gesellscha*  ISIS und   und die USA, wo er in Boston seine
        1875 der Gesellscha*  für Natur- und   spätere Ehefrau kennen lernte.
        Heilkunde beitrat. Ab 1876 arbeitete
        er als Assistent von Rudolf Schmitt   Auch dank Hempel genoss die
        am Polytechnikum. Zwei Jahre später   Chemie an der 1890 zur Hochschule
        habilitierte Hempel sich mit einer   erhobenen TH Dresden einen aus-
        Arbeit „Über technische Gasanalyse“.   gezeichneten Ruf. Als Schmitt 1891
        Schon hier wurde deutlich, dass er die  die Wahl zum Rektor nicht annahm,
        wissenscha* lichen Untersuchungen   übernahm Hempel dieses Amt. 1892
        eng am praktischen Bedarf ausrich-  und 1902 wurde er für zwei weitere
        tete.                               Amtsperioden gewählt. Unter seiner
                                            Leitung erfuhr die chemische Ausbil-
        In der rasch wachsenden chemi-      dung eine große Aufwertung, indem
        schen Industrie seiner Zeit wurden   einzelne Teilbereiche eigene Professu-
        große Mengen Gase erzeugt bzw.      ren erhielten. Fritz Foerster war sein
        verbraucht, ohne dass geeignete     bekanntester Schüler. Hempel gilt
        Analysemöglichkeiten zur Verfügung   heute als ein Pionier der technischen
        standen. Mit kon struktivem Geschick   Gasanalyse. Er hat die Grundlagen
        und ausgezeichneten Fertigkeiten im   technisch-chemischer Prozesse aufge-
        Glasblasen ausgestattet, entwickelte   klärt. Die von Hempel gelebte Einheit
        Hempel eine Gasbürette und eine     von Wissenscha*  und Praxis vermit-
        Gaspipette, mit deren Hilfe Gasgemi-  telte er auch an seine Studenten, mit
        sche schnell, einfach und sehr präzise   denen er regelmäßig Exkursionen in
        analysiert werden konnten. Diese    Industriebetriebe unternahm. Bei der
        Technologie begründete Hempels      Chemischen Fabrik v. Heyden gehörte
        weltweiten Ruf und wurde von ihm    er dem Aufsichtsrat an.
        in den Folgejahren kontinuierlich
        weiterentwickelt. 1879 erhielt er in   Hempel bereitete das chemische
        der Nachfolge von Wilhelm Stein die   Wissen für Probleme des Alltags auf.
        Berufung zum außerordentlichen und  So arbeitete er schon damals an der
        1880 zum ordentlichen Professor für   Erhöhung der Energieeƒ  zienz von
        „Technische Chemie“ am Polytech-    Heizungen und an der Verminderung
        nikum. Der damalige Rektor, Gustav   der dabei entstehenden Rauchbelas-
        Anton Zeuner, erfüllte zudem seine   tung. Zudem untersuchte er Nah-
        Forderung nach einer Trennung       rungsmittel. In seinem Laboratorium

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