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Die Besitzer des Rittergutes Ohorn waren einstmals die „Herren von Puls-
nitz“. 1828 kau+ e Walthers Großvater Friedrich August Hempel sen. das
Anwesen. Anschließend befand es sich im Besitz von Walthers Onkel Guido
und von 1895 bis 1904 im Besitz seines Bruders Georg. Von 1939 bis 1945
war Walther Hempels Sohn Eberhard der Besitzer.
erforschten JT_KTX L=q~?>> und Mitglied der Königlich Sächsischen
W?_^q=@ H=XX= die Haltbarmachung Gesellscha* der Wissenscha* en und
von Milch. Hempel nutzte die Er- ab 1912 Vizepräsident der Deut-
gebnisse, um auf dem Familienbesitz schen Chemischen Gesellscha* . Die
in Ohorn keimfreie „Ohornmilch“ Universitäten Karlsruhe und Leipzig
zu produzieren. Auch nach seiner ernannten ihn zum Ehrendoktor und
Pensionierung im Jahre 1912 hielt er er trug den Titel „Geheimer Hofrat“.
noch Vorlesungen über „Metallurgie“ In Dresden, Leverkusen und Pulsnitz
und über „chemische Großindustrie“. sind Straßen nach Hempel benannt.
1913 unternahm er mit seinem Sohn
Eberhard Hempel eine Reise zum Quellen: F. Foerster: „Walther Hempel †“. Zt. für
Stromboli, um die Geologie und vul- Angewandte Chemie, Nr. 1, 1917, S. 1–12; Johannes
Deichmüller: Sitzungsberichte und Abhandlungen
kanische Gase zu untersuchen. Wäh- Isis, 1917; Walther Fischer: „Hempel, Walther Mat-
rend des Ersten Weltkriegs vertrat thias“. Neue Deutsche Biographie, 1969, S. 513–514;
Hempel zum Militärdienst einberufe- „Walther Hempel, Geheimer Rat und Professor in
Dresden, zum Gedächtnis“. Zahn & Jaensch, Dres-
ne Kollegen. Zuletzt widmete er sich den, 1916; Heiner Hegewald: „Zur Entwicklung
der Lu* schi+ fahrt. der Technischen Chemie im 19. Jahrhundert unter
besonderer Berücksichtigung der Chemikerausbil-
dung an der Technischen Hochschule Dresden und
Für seine Verdienste wurde Hempel ihren Vorgängereinrichtungen“. Dissertation, Halle,
vielfach geehrt. Die Leopoldina berief 2005; ohorn.info; ma.% ndacase.com; americanance-
stors.org; pulsnitz.de; Portal biorab; ancestry.com;
ihn 1888 zum Mitglied und er war Dresdner Adressbücher
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