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als recht dankbar empfehlen.“ Hellers
Lehrer Friedrich Wieck hatte zu-
nächst nach dem System von Johann
Bernhard Logier unterrichtet, das er
jedoch schließlich mit einer eigenen
Methode ersetzte. Sie bestand in einer
natürlichen Haltung der Hand, in der
Ausbildung des Handgelenks und in
von Wieck erfundenen, sehr einfa-
chen Fingerübungen sowie einer nach
und nach sich an Kra* steigernden
Fingergelenkigkeit. Wieck schrieb
dazu: „Auch der erfahrenste Künst-
ler bleibt immer ein Schüler und das
Lehren der Kunst insbesondere ist ein Louis Kindscher, Niederrheinische
tägliches Lernen.“ Seine Grundsätze Musik-Zeitung für Kunstfreunde
gab er an seine Schüler weiter. Neben und Künstler, 29.3.1856, S. 103–104,
seinen beiden Töchtern Clara und zu op. 7, „Tarantelle in D-Moll“:
Marie hob er Woldemar Heller und „dass es noth thut, mit der Ein-
Ernst Ferdinand Wenzel hervor, die fachheit und gesunden Natur der
seine Lehren mit Leben erfüllten. Mit Outrirt- und Blasirtheit, der allge-
Heller plante er das Buch „Kleine, meinen Unnatur und dem grossen
rhythmisch abgeschlossene Übungen“. Nichts der modernen Salon-Roman-
Es sollte den Lesern „einen guten, tik entweder den Rücken zuzukeh-
technischen Anschlag, ohne Noten- ren oder – wie der oben erwähnte
gebrauch“ lehren. Vermutlich ist es zu D-Moll-Accord – kühn und trotzig
diesem Buch wegen des frühen Todes die Spitze zu bieten.“ (s. Abb.) Zu
Hellers nicht mehr gekommen. op. 4 hieß es: „Die Melodien sind im
Ganzen ansprechend und zugleich
Heller wohnte bis 1856 mit seiner in ihrer Verbindung wohl geordnet,
Mutter, die kurz vor ihm starb, in so dass dadurch das Interesse immer
der Dresdner Amalienstraße 2. Die rege erhalten wird.“, und zu op. 5:
Berliner Musikzeitung erinnerte an „Die Melodie hat eigenthümlichen
ihn: „Ein talentvoller Tonkünstler Reiz durch unerwartete pikante
und Komponist hübscher Salonstü- Wendungen, die aber doch zugleich
cke.“ Die Didaskalia: Blätter für Geist, so im Fluss, so natürlich erscheinen,
Gemüth und Publizität in Frankfurt/ dass man fast vermuthen möchte,
Main lobten an Hellers Kompositio- der Componist habe sie wirklich auf
nen die „Frische ihrer Melodie und italischem Boden abgelauscht.“
Vornehmheit des Styles“.
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