Page 408 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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ich von 1953 bis 1961 Leichtathle- Auch wenn das besondere Interesse
tik und war v. a. im Speerwurf im der Gewässerfauna gilt, entstanden
Raum Ostsachsen relativ erfolgreich. zudem Publikationen zu Beobachtun-
Zwischen 1957 und 1967 spielte ich gen auf anderen Gebieten der heimi-
in Bischofswerda aktiv Handball, schen Fauna, v. a. der Ornithologie,
von 1972 bis 1986 stellte ich mich als sowie botanische Nachweise. 1994
ehrenamtlicher Übungsleiter dem verlieh mir der Landkreis Bischofs-
Bischofswerdaer Handballnachwuchs werda anlässlich dessen Vereinigung
zur Verfügung. mit dem Landkreis Bautzen eine
Silberne Gedenkmünze für Verdiens-
Nach dem Umzug in die Oberlausitz te um den Naturschutz. Viele meiner
hatte sich bei mir eine innige Ver- Arbeiten wurden in Bibliogra% en der
bundenheit zur hiesigen Heide- und Sächsischen Landes- und Universi-
Teichlandscha* entwickelt. Sowohl tätsbibliothek Dresden, des Muse-
G=@q?@| C@=T^ (schon seit dessen ums für Tierkunde Dresden und der
Dresdner Zeit), mit dem ich zur Senckenbergischen Naturforschenden
/ ematik Fischotter zusammenge- Gesellscha* Görlitz übernommen.
arbeitet habe, als auch G]^^@K=| Besonders die Arbeiten zum Fisch-
U>^=@|@=@ zählte ich zu meinen otter fanden auch außerhalb Sach-
Bekannten. Meine biologischen sens Beachtung, wie verschiedene
Arbeiten beziehen sich schwerpunkt- Anfragen aus dem In- und Ausland
mäßig – direkt oder indirekt – auf die sowie die Bitte um Unterstützung bei
Gewässerfauna. Beobachtungen in Arbeiten zu einer Promotion an der
der Natur und historische Recherchen Universität Nürnberg-Erlangen (Lia-
werden ergänzt durch Erfahrungen, na Geidezis) zeigen.
die ich als Angler, Aquarianer und
langjähriger UTP-Lehrer („Unter- Die heimatgeschichtlichen Arbei-
richtstag in der Produktion“) in der ten sind vorwiegend historischen
landwirtscha* lichen Variante sowie Persönlichkeiten aus dem Raum
als nebenberu# iche Aushilfskra* in Bischofswerda gewidmet, vor allem
der Binnen% scherei von Kleindrebnitz aus dem heutigen Ortsteil Großdreb-
sammeln konnte. In den Jahren 1972 nitz, wohin ich auch nach meinem
und 1984 beteiligte ich mich an der beru# ichen Weggang noch lange
„Aktion Fischotter“ der Martin-Lu- enge familiäre und freundscha* liche
ther-Universität Halle unter Feder- Bindungen besaß. Es gelang mir mit
führung von Professor Michael Stub- einer Arbeit aus dem Jahre 1990, die
be. Bis 1989 war ich als langjähriges Verdienste des bereits in Vergessen-
Mitglied im Kreisvorstand Bischofs- heit geratenen Kirchschullehrers und
werda des Deutschen Anglerverban- Heimatforschers B@T>] B?@^q=_
des zuständig für Kultur und Bildung. wieder in das Bewusstsein des Dorfes
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