Page 380 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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einschließlich Kompositionslehre für
Dirigenten, Instrumentalisten, Sänger
und Musiklehrer, (2) Ausbildung in
Einzelfächern sowie (3) Elementar-
unterricht für einzelne In strumente
oder Gesang. Der Sitz des Konserva-
toriums befand sich langjährig in der
Landhausstraße 6 bzw. 11. 1887 über-
nahm Heinrich Pudor die Leitung
von seinem Vater. Weil Pudor mit
seinem Konzept, ausschließlich auf
deutsche Musik zu setzen, auf he* ige
Kritik stieß, verkau* e er das Kon-
servatorium 1890 an Eugen Krantz.
Nach dessen Tod führten die Söhne
Johannes Krantz und Curt Krantz das
Konservatorium bis zur Verstaatli-
chung 1937 weiter. Sie entwickelten
das Pro% l einer Hochschule der Ton-
kunst mit verbundener / eaterschule
und staatlichem Musiklehrerseminar.
Das Konservatorium trug den Bei-
namen „Hochschule für Musik und
/ eater“. Zudem wurden Kirchenmu- Das Palais Hoym, Landhausstraße
siker ausgebildet und es bestand eine 11, war schon vor der Gründung
Volksmusikschule.
des Konservatoriums ein kulturelles
Zentrum. Der Dresdner Gesell-
Vetter machte sich als Autor und He-
rausgeber von Musikdrucken einen scha+ sverein Harmonie hatte hier
seinen Sitz. Robert Schumann gab
Namen. Seine „Technischen Studien“ Konzerte, Gottfried Semper, E<>@
von 1899 wurden von Eugen d'Albert
ausdrücklich für den Klavierunter- R]X@^_X\ und später B<=>?
richt empfohlen. Sie bestanden aus S@X[\]^_ gingen hier ein und aus.
vier He* en. Zwei hatte Vetter bereits Doppelgri+ spiel“. Weitere der zumeist
1894 verö+ entlicht: „Uebungen mit bei Friedrich Hofmeister in Leipzig
fortrückender und stillstehender erschienenen Vortrags- und Studien-
Hand in kontrapunktischer Zwei- werke Vetters für Klavier waren: „Die
stimmigkeit“ und „Der Fingerwechsel ersten Musikstückchen für Anfänger
bei unterbrochner, sowie ununter- im Klavierspiel“ (1897, neun melo-
brochner Tonwiederholung und im dische, instruktive und progressive
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