Page 346 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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sierte sich Stöckhardt als Schüler für
die Reformationsgeschichte und die
hebräische Sprache, die Karl Friedrich
Ameis, selbst noch ein Schüler, lehrte.
Befreundet war er mit Johannes
Siebelis, gute Beziehungen bestan-
den aber auch zu dem etwas älteren
R]{=@^ H=__=@, dessen Urteil in
sprachlichen Dingen gefragt war.
Schloss Milkel.
Krankheitsbedingt musste Stöckhardt
als Meister vom Stuhl der Freimau- 1832, zwei Jahre nach dem frühen
rerloge „Zur goldnen Mauer“. Die Tod des Vaters, das Gymnasium vor-
Bautzener Freimaurer machten sich zeitig verlassen. Unterstützung erhielt
seinerzeit um ihre Mitbürger verdient, er vor allem von seinem Vormund
indem sie beispielsweise unentgeltlich Johann Friedrich Schulze, gleichzeitig
naturkundlichen Unterricht erteil- Nachfolger des Vaters als Pastor am
ten. Es wurde auch für den Sohn zur Petridom. Der Vater seines Schul-
Mis sion, einer breiten Bevölkerungs- freundes Robert Pohlenz, ein Inspek-
schicht fundiertes Fachwissen zu ver- tor der Herrscha* Milkel im Besitz
mitteln. 1838 trat er in die Bautzener von Georg Graf von Einsiedel, bildete
Freimaurerloge ein. den Jungen in der Landwirtscha* aus.
Von 1834 bis 1842 arbeitete Stöck -
Stöckhardt sollte zunächst wie sein hardt als Verwalter auf verschiedenen
Vater eine theologische Berufslauf- Rittergütern in der Umgebung Baut-
bahn einschlagen. Er besuchte das In- zens, bis 1837 in Jessnitz, danach in
stitut des Freimaurers Karl Siegmund Lippitsch (im Besitz der Familie von
Bornemann in Bautzen, ab 1826 das Damnitz) und ab 1839 in Pursch witz,
Gymnasium unter dem Rektor K?@_
G]^^@K=| SK={=_KX und er erhielt
von seinem Vater Unterricht in Italie-
nisch und Französisch. In der Familie
wurde zudem die Hausmusik gep# egt.
Von Anfang an bestand ein sehr enges
Verhältnis zu seinem wenig älte-
ren Bruder Hermann Constanz. Sie
durchliefen die Schulen gemeinsam
und später unterstützte Ernst / eodor
den Bruder durch Vermittlung beruf- Ortsansicht von Purschwitz um
licher Kontakte. Besonders interes- 1840.
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