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1842 dem Stanislaus-Orden 2. Klasse sche. Nachdem sie mit Mutter und
ausgezeichnet. Stöckhardt bemühte Geschwistern nach Weimar überge-
sich in St. Petersburg zudem um den siedelt war, ließ Clara sich zur Male-
wissenscha* lichen und kulturellen rin ausbilden. Geprägt wurde sie von
Austausch zwischen Russland und Friedrich Preller d.Ä. (Direktor der
Deutschland. Beispielsweise übersetz- Fürstlich freien Zeichenschule) sowie
te er 1833 einen von Unterrichtsmi- Carl Hummel und Max Schmidt von
nister Sergei Semjonowitsch Uwarow der Weimarer Malerschule. Clara
vor der Russischen Akademie der malte bevorzugt Landscha* en und
Wissenscha* en gehaltenen Vortrag Architektur in Öl und Aquarell. Mit
zu Johann Wolfgang von Goethe ins ihren Werken konnte sie zum Le-
Deutsche. Im Jahre 1844 organisierte bensunterhalt der Familie beitragen.
er einen Au* ritt von Clara Schumann Verschiedene / üringen-Motive, bei-
während ihrer Russlandreise. Für spielsweise „Ilmufer mit Goethes Gar-
die St. Petersburger Zeitung schrieb tenhaus“, zeigte sie von 1870 bis 1877
Stöck hardt als Musikreferent und er auf Berliner akademischen Kunst-
war Korres pondent von Robert Schu- ausstellungen. 1871 starb Robert
manns „Neuer Zeitschri* für Musik“. Stöckhardts Witwe, 1872 übernahm
Schumann zählte ihn zu „seinen“ sein Bruder E@>X^ Tq=]|]@ S^`-
auswärtigen „Davidsbündlern“. Als q?@|^ in Weimar einen leitenden
seine Gönner Lieven und Uwarow Posten im Staatsministerium. Clara
wegen des steigenden Ein# usses der Stöckhardt besuchte in Weimar o*
altrussischen Partei ihre Stellungen ihren Onkel. Die Geschwister waren
verloren, blieb davon auch Stöckhardt inzwischen selbstständig. So konnte
nicht unberührt. Gefälligkeitsempfeh- sie sich verstärkt ihren eigenen künst-
lungen bei der Besetzung von Profes- lerischen Ambitionen widmen und
suren widerstrebten ihm. Stöckhardt reiste zu Studienaufenthalten nach
gab 1847 die Juraausbildung ab und Italien. Auf Dresdner akademischen
vertrat bis zu seinem Tod Philologie Kunstausstellungen zeigte sie 1876
und lateinische Literatur. und 1877 mehrere Aquarelle und
Ölbilder mit Italien-Motiven. 1880
Stöckhardt wurde in St. Petersburg heiratete sie den italienischen O zier
beigesetzt, sein Herz aber nach Gino Cantoni.
seinem Wunsch nach Naumburg
überführt. Die Ehefrau kehrte hierher Clara Stöckhardt hatte maßgebli-
mit sieben Kindern zurück. Die neun- chen Anteil, dass ihren Geschwistern
zehnjährige Clara erteilte als ältestes – ganz im Sinne des verstorbenen
der Geschwister den jüngeren Unter- Vaters – die Begeisterung für alles
richt. In Naumburg knüp* e sie Kon- Schöne vermittelt wurde. Ihr Bruder
takt zur Familie von Friedrich Nietz- Reinhold blieb auch während seiner
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