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54 Schri* en zurück. Siebelis publi- len berechnen läßt, und nach dem
zierte in den Schulschri* en eigene Reichthum, der noch größeren Vor-
Arbeiten zu philologischen und his- theil versprechende Unternehmungen
torischen / emen, aber auch Werke unterstützen soll, wird die Achtung
mit pädagogischem und theologi- gegenüber des Menschen hohe Würde
schem Inhalt. 1811/12 ergänzte und ... in den Hintergrund gedrängt.“
vollendete Siebelis die vom Gothaer
Professor Carl Gotthold Lenz begon- Siebelis emeritierte am 6. April 1841.
nene Bearbeitung von Bruchstücken Für seine Verdienste wurde er zum
verschiedener Geschichtsschreiber Ritter des Königlich Sächsischen Ci-
über Attika. 1813 erörterte er die vilverdienstordens ernannt. Er galt als
Vorbildwirkung von Johannes von einer der bedeutendsten Pädagogen
Müller, einem Schweizer Geschichts- seiner Zeit, machte sich auch interna-
schreiber und Publizisten aus dem tional einen Namen. Siebelis war ein
Umfeld von Johann Gottfried Herder, Lehrer aus Passion und bekannte sich
auf Gymnasiasten. Große Beach- zur Liebe zur jungen Generation. Sein
tung fand 1817 „Die Bibel, die beste ehemaliger, ihn verehrender Schüler
Grundlage der Erziehung unserer Ameis schilderte in einem Nachruf
Kinder“ anlässlich der 300-Jahr-Feier die segensreiche Wirkung auf das
der Reformation. Nachdem Carl Bautzener Gymnasium, aber auch
Ludwig Fernow, Johann Heinrich für die Weiterentwicklung deutscher
Meyer und Johannes Schulze bis 1820 Schulprogramme im Sinne des klassi-
schon 7 Bände zu den Werken des schen Humanismus, und seine Erzie-
bedeutenden Kunsthistorikers Johann hungsprinzipien fern von autoritärem
Joachim Winckelmann herausgege- Diktat: Nichts war in den Augen von
ben hatten, wurde Siebelis gebeten, Siebelis schlimmer als „ängstliche
für den achten Band ein umfassendes und erniedrigende Aufseherei“. Er
Register anzufertigen, wozu er mit verteidigte stets die humanistische
K?@_ AT[TX^ B^^K[=@ in Kontakt Bildung, denn sie entfremde die
stand. Mit der „kritisch-exegetischen“ Schüler keineswegs dem christlichen
Ausgabe des griechischen Schri* stel- Glauben, sondern trage im Gegenteil
lers Pausanias in 5 Bänden von 1822 zu seiner Weckung bei.
bis 1828 schuf er sich selbst ein Denk-
mal. In „Stimmen aus den Zeiten der Quellen: Carl Friedrich Ameis: „Der Gym-
nasiallehrer in seinem edlen Berufe und als
alten griechischen und römischen Mensch, als Blätter der Erinnerung an Karl
Classiker“ (1832) schrieb Siebelis Gottfr. S.“. Hennings‘sche Buchhandlung Go-
die zeitlosen Worte: „Durch das jetzt tha, 1845; Richard Hoche: „Siebelis, Karl Gott-
überall vorherrschende, wetteifernde fried“. In: Allgemeine Deutsche Biographie,
Streben nach unmittelbarem Nutzen Bd. 34 (1892), S. 168; Wilhelm Pökel: Philolo-
gisches Schri* steller-Lexikon. A. Krüger, 1882;
und Gewinn, der sich durch Zah- Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie. F.A.
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