Page 216 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
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te, Joseph Schuster und Franz Seyde-
                                            lmann, die mehrere Stücke Meißners
                                            vertonten, dem aus Zittau stam-
                                            menden Schri* steller Karl Friedrich
                                            Kretschmann und der Dichterin Elisa
                                            von der Recke sowie den Malern J]-
                                            q?>> E_=?™?@ Z=KXXK[ und Crescen-
                                            tius Jakob Seydelmann. Um die Hand
                                            der Malerin Dora Stock, einer Tante
                                            von /  eodor Körner, bemühte er sich
                                            vergeblich. Als Vertreter der Au¤  lä-
                                            rung kritisierte Meißner wiederholt
                                            den Hofstaat. Zwei Söhne von Hein-
                                            rich von Brühl, Hanns Moritz und
                                            Alois Friedrich, gehörten trotzdem
                                            zu seinem engen Bekanntenkreis. Seit
                                            1780 war Meißner Mitglied der Ober-
        Seinen Roman Alcibiades von 1781    lausitzischen Gesellscha*  der Wissen-
        widmete Meißner dem Maler J?-       scha* en in Görlitz. Von 1780 bis 1787
        _>> E\X‡< ZX]€€][ (Schenau).     gehörte er der von Johann Samuel
        Schenau schuf die Zeichnung zum     Petermann, einem Sohn von G=]@[
        Titelbild, die von Ephraim Gottlieb   P=^=@~?>>, geleiteten Freimaurer-
        Krüger gestochen wurde.             Loge „Zum goldenen Apfel“ an. Mit
                                            der Loge „Herkules“ in Schweidnitz
        sene“ und „Johann von Schwaben“.    war er zuvor aƒ  liiert.
        Seine Kantate „Das Lob der Musik“
        wurde von Ho¤  apellmeister Joseph   1785 erhielt Meißner die Professur
        Schuster vertont. Zudem startete    der Philosophie an der Universität
        Meißner 1778 seine „Skizzen“ (pro-  Prag, vermutlich auf Empfehlung
        saische Aufsätze, Anekdoten, Erzäh-  von Ernst Platner. Er übernahm aber
        lungen, Fabeln), die schließlich in 14   schließlich die Ästhetik und klassi-
        Sammlungen erschienen. Sie zeichne-  sche Literatur. Meißner gab in Prag
        ten sich durch eine angenehme Art zu   die Zeitschri*  „Apollo“ heraus und
        erzählen, Einbildungskra*  und Witz   gründete ein Buchgeschä* . Er ver-
        aus und begründeten maßgeblich      fasste Biogra% en zur griechisch-rö-
        seinen Ruf. Meißner hielt in Dres-  mischen Geschichte wie „Spartacus“,
        den enge Beziehungen zu führenden   „Epaminondas“ und „Leben des Julius
        Künstlern seiner Zeit, darunter den   Caesar“ sowie 1796 als Sammelband
        Ho¤  apellmeistern Johann Gottlieb   seine „Kriminal-Geschichten“. In Prag
        Naumann, dessen Biogra% e er verfass-  herrschte unter Kaiser Joseph II. ein

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