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Meißner, August Gottlieb
Professor, Schri* steller, Begründer der deutschen Kriminalliteratur
03.11.1753 Bautzen – 18.02.1807 Fulda
V: Abraham Gottlieb (†16.10.1761 Bautzen), Regimentsquartiermeister beim Minckwitz‘schen
Kürassierregiment, Senator für Militärangelegenheiten; M: Charlotte Ernestine geb. Sergnitz
(†1779), Tochter des Arztes Johann Gottlob Sergnitz aus Löbau; E: 13.11.1783 Johanna Christi-
ana Elisabeth geb. Becker (*1764, †30.3.1807 Fulda, Tochter des Hofrats Ernst Gotthelf Becker
aus Dresden); K: 1 Sohn, Eduard (*1785 Dresden, †1868 Prag, Dr. med., Badearzt in Teplitz und
Karlsbad, Senior der Ärzte in Prag), und 3 Töchter, Bianca (*24.11.1790 Prag, †24.3.1862 Dres-
den, verwitwete Kriegsrätin Low, ab 2.6.1819 in 2. Ehe mit dem Schri* steller und Kunstmäzen
Johann Gottlob von Quandt verheiratet), Elvira (*1793, †1806 Fulda) und Natalie (†1807 Fulda);
Enkel: Alfred Meißner (*15.10.1822 Teplitz, †29.5.1885 Bregenz, schrieb „Gedichte“, das Epos
„Ziska“ und die Romane „Sansara“ und „Schwarzgelb“)
Meißner zog drei Jahre nach dem historische Schri* en zur Geschichte
Tod des Vaters mit seiner Mutter von Englands, dessen gesellscha* liches
Bautzen nach Löbau, wo er bis 1772 System er bewunderte, und Deutsch-
das Lyzeum besuchte. Rektor war hier lands heraus.
Johann Gottfried Heinitz, der zuvor
Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz Weil sich die Mutter Sorgen um die
unterrichtet hatte. 1773 bezog Meiß- wirtscha* liche Zukun* ihres Sohnes
ner die Universität und studierte bis machte, entschied sich Meißner für
1776 in Wittenberg und Leipzig zu- eine Beamtenlau& ahn am sächsi-
nächst Jura und später auch Rhetorik schen Hof in Dresden, wo er eine
und Geschichte. In Leipzig vermit- Anstellung als Geheimer Kanzellist
telte ihm Ernst Platner Grundlagen im Geheimen Konsilium und wenig
der psychosomatischen Medizin, die später am Geheimen Archiv erhielt.
Meißners spätere Kriminalerzählun- Seine schauspielerischen Neigungen
gen maßgeblich beein# ussen sollten. lebte er am Societaetstheater aus.
Bereits während des Studiums begeis- In Dresden erreichte Meißner den
terte sich Meißner für / eater und Höhepunkt seiner schri* stellerischen
Dichtung und p# egte Umgang mit Lau& ahn. Mit Karl Christian Canz-
den Mimen Conrad Ekhof, Friederike ler gab er die Quartalsschri* „Für
Sophie Seyler und Ester Charlotte ältere Litteratur und neuere Lectüre“
Brandes. Seine ersten Versuche als heraus. Es entstanden die Romane
Dramatiker wurden von Johann Jacob „Alcibiades“ und „Bianca Capello“,
Engel gefördert. 1776 erschienen die Persönlichkeiten der italienischen
einige erfolgreiche Werke Meiß- Renaissance bzw. der griechischen
ners, darunter die komische Oper Antike gewidmet waren, das Singspiel
„Das Grab des Mu* i“. Er gab zudem „Alchemist“ und die Schauspiele „Ar-
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