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Zahn- und Mundkrankheiten“ ohne     tituts in der Tradition seines Onkels
        zahnärztliche Approbation zehrten an  und konnte 1921 die Anerkennung
        seiner Gesundheit. Die universitären   als Universitätsinstitut erreichen.
        und staatlichen Stellen gewährten   Seit 1994 erinnert ein zweijährliches
        ihm dabei nur wenig Unterstützung.   wissenscha* liches Friedrich-Hesse-
        Hesse wurde depressiv und gab seine   Symposium für Studenten und junge
        Privatpraxis auf. Am 22. Oktober    Wissenscha* ler an der Poliklinik für
        1906 wählte er den Freitod.         Konservierende Zahnheilkunde der
                                            Universität Leipzig an seine bedeu-
        Hesse erwarb sich große Verdienste   tenden Leistungen. Aus Anlass des
        um eine optimale theoretische und   125. Jahrestages der Gründung der
        praktische Ausbildung und um die    Universitäts-Zahnklinik wurde im
        zahnärztliche Versorgung der Be-    Jahre 2009 beschlossen, das „Zent-
        völkerung. 1906 hatte das Leipziger   rum für Orale Medizin“ nach Fried-
        Institut bereits 44 Studierende. Zu   rich Louis Hesse zu benennen. Die
        Lebzeiten wurde er mit Ehrenmit-    Arbeiten der Autoren zu den Brüdern
        gliedscha* en des Zentralvereins    Hesse im Biographischen Lexikon der
        Deutscher Zahnärzte, der Leipziger   Oberlausitz seit 2007, zu W?_^q=@
        Zahnärztlichen Gesellscha* , des Ver-  H=XX= auch in der Wikipedia und im
        eins für Mitteldeutschland und des   Stadtwiki Dresden, wurden seither
        Vereins Österreichischer Zahnärzte   viele 1000 Mal gelesen und haben so
        gewürdigt. Nach seinem Tod setzte   die Erinnerung an die vergessenen
        die Verwirklichung seiner Ziele ein:   Söhne Bischofswerdas geweckt. Im
        1909 erfolgte die Einführung einer   Jahre 2012 widmete ihnen der lokale
        neuen Prüfungsordnung mit dem       Geschichtsverein an ihrem ehemali-
        Abitur als Vorbedingung für die Auf-  gen Wohnhaus eine Erinnerungstafel.
        nahme des Zahnheilkundestudiums,
        1910 die Einrichtung eines großzü-  Hesses Geburtshaus in Bischofswer-
        gigen Zahnärztlichen Instituts in der   da (2. v.  l. , Abb. rechts) mit Gondel-
        Nürnberger Straße und 1919 erhiel-  teich und Fronfeste.
        ten die Zahnmediziner ein eigenes   Quellen: Hannelore Schwann: „Friedrich Louis
        Promotionsrecht. Das Vermächtnis    Hesse (1849–1906)“. J. A. Barth, Leipzig, 1984; Klaus
        Hesses wurde in Leipzig von /  eo-  Kroszewsky: „Friedrich Louis Hesse: zum 100. To-
        dor Dependorf und Wilhelm Pfa+      destag am 22. Oktober 2006“. In: Jubiläen, Leipzig,
                                            2006, S. 143–148; Paul Schwarze: „Ein Gedenkblatt
        fortgeschrieben. Drei seiner Söhne   für Friedrich Louis Hesse“. Deutsche Monatsschri*
        schlugen eine medizinische Lau&  ahn   für Zahnheilkunde, H. 12, 1906, S. 695–700; Marie
        ein, einer davon als Zahnarzt. In Jena   Agnes Möbius (Kleinröhrsdorf, Enkelin von Hesse)
                                            und Dr. Dieter Möbius, Mitteilungen; Universität
        wirkte Gustav Hesse, ein Sohn von   Leipzig, Pressemitteilungen; Gerold Rüdiger He-
        W?_^q=@ H=XX=, von 1907 bis 1945    ckert: „Odontologie im numismatischen Spiegel. Ein
                                            Beitrag zur Geschichte der Zahnheilkunde“. Inaug.-
        als Direktor des Zahnärztlichen Ins-  Diss., Justus-Liebig-Universität Gießen, 2006

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