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Gervinus bis 1850 als Redakteur bei tung“. 1859 bearbeitete er ein melo-
der „Deutschen Zeitung“. Robert Hel- dramatisches Festspiel nach Ludwig
ler war der Autor der zunächst ano- van Beethoven, op. 114, „Die Ruinen
nym erschienenen „Brustbilder aus von Athen“, für den „Philharmoni-
der Paulskirche“. Dieses Werk wurde schen Verein Hamburg“ (abgedruckt
vom Publikum mit großem Inte resse im „Ersten poetischen Beethoven-
aufgenommen und stellt heute ein Album“ von Hermann Josef Landau,
bedeutendes Zeitdokument dar. Es Prag 1872). 1860 beurteilte Heller als
enthält biogra% sche Umrisse der Mit- erster Kritiker wohlwollend Johan-
glieder der deutschen konstituieren- nes Brahms in dessen Heimatstadt
den Nationalversammlung. Das Buch Hamburg. Bekannt geworden ist er
schließt mit den Worten: „Der große in dieser Zeit aber auch wegen sehr
einige Gott verleihe uns seinen Segen harscher Kritiken, beispielsweise an
zu einem einigen Vaterlande.“ Aus den Schauspielern Emil Devrient und
der Sicht Hellers und seiner liberalen Bogumil Dawison. 1861 wurde Heller
Gesinnungsgenossen war damit die nach einer solchen Kritik von Dawi-
Einführung einer konstitutionellen son beleidigt, den er darau in zum
Monarchie gemeint. Mit der fehlge- Duell forderte, worauf sich Dawison
schlagenen Revolution verschwanden aber nicht einließ. Diese Vorkomm-
auch viele der politisch-literarischen nisse belasteten das Verhältnis zu Karl
Magazine, für die Heller so lange Gutzkow, der ehemals ebenfalls zum
erfolgreich gearbeitet hatte. Umfeld von Heinrich Laube gehört
hatte und mit beiden Schauspielern
Nach einer Reise in die Schweiz und befreundet war. Heller fand in Ham-
das Rhein- und Moseltal sowie einer burg guten Kontakt zur Bürgerscha* ,
kurzen Zwischenstation in Berlin als war wegen seines Esprits ein gern
Kammerreferent bei der „Constitutio- gesehener Gesellscha* er und mit
nellen Club-Zeitung“ wechselte Heller den niederdeutschen Dichtern und
1851 nach Hamburg. Er arbeitete für Schri* stellern Fritz Reuter und Klaus
die „Hamburger Nachrichten“ und Groth freundscha* lich verbunden.
galt als der führende Literatur-, / ea- Sein Anliegen, Reuter ins Hochdeut-
ter- und Musikkritiker der Stadt, sein sche zu übersetzen, lehnte der Autor
Urteil als „letztes Wort“. Zu Hellers 1862 jedoch ab. 1865 wurde Heller für
weniger bekannten Projekten jener seine Verdienste um die „Deutsche
Zeit zählt ein Almanach mit Georg Schiller-Sti* ung“ mit dem Ritterkreuz
Gottfried Gervinus, Carl Welcker u. a. 1. Klasse des weimarischen Falkenor-
über „alle weisen Herrscher der Welt“ dens ausgezeichnet.
(1854). Heller gehörte 1855 zu den
Gründern des Hamburger Zweig- Heller gehörte zu den beliebtesten
vereins der „Deutschen Schiller-Stif- Romanschri* stellern des 19. Jahrhun-
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