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nach Böhmen wieder an den Rhein
in die Hände des Sohnes führte. Als
Gesandter der Mainzer Fürsten-
versammlung und von Heinrich V.
erpresste Wiprecht vom gefangenen
Heinrich IV. zu Böckelheim 1105 die
Herausgabe der Reichsinsignien. Er
gehörte zu den Gesandten um den Bi-
schof von Konstanz, die Papst Pascha-
lis zur Kaiserkrönung von Heinrich V.
einladen sollten, wobei Wiprecht aber
unterwegs durch Kaisertreue festge-
setzt und erst nach Fürsprache des
Bischofs von Bamberg freigelassen
wurde. Mit dem Tod des Markgra-
fen der Nordmark, Lothar Udo III.,
erledigten sich die Markgrafscha* en
Zeitz und Merseburg und Wiprecht
wurde zu einem bedeutenden Gegen-
gewicht gegen die dortigen Bischöfe.
Aber auch mit Heinrich V. kam es
zum Kon# ikt, als jener in böhmische
Mit seinem Verrat unterstützte Erbfolgestreitigkeiten gegen Wi–
Wiprecht von Groitzsch die Macht- prechts Verwandtscha* eingri+ , um
übernahme durch Heinrich V. (im den deutschen Ein# uss zu stärken. Es
Bild rechts bei der Übergabe der war ursprünglich vorgesehen, dass die
Reichsinsignien von seinem Vater, böhmische Regentscha* jeweils an
Heinrich IV.). Das Ereignis stellte den Ältesten aus der Familie um Vra-
einen Meilenstein beim Niedergang tislav und seine Brüder gehen sollte.
von Macht und Ansehen des mittel- Břetislav II., Sohn Vratislavs, gelang
alterlichen deutschen Kaiserreichs es dagegen, seinen Bruder Bořivoj II.
dar. als seinen Nachfolger durchzusetzen.
nur kommen konnte, weil sein Vater Dessen Macht wurde mehrfach durch
den ältesten Sohn wegen Parteinahme Nachfahren der Brüder Vratislavs in-
für den Papst abgesetzt hatte. Auch frage gestellt, die sich dafür mit Hein-
Heinrich V., seit 1099 König, verbün- rich V. verbündeten. Wiprecht, der
dete sich mit der päpstlichen Partei mit Bořivoj schon in Italien gekämp*
gegen den Vater. Wiprecht war es, der hatte, sandte seinen Sohn Wiprecht
Heinrich IV. aus dem sicheren Geleit den Jüngeren zu Hilfe. Der kam aber
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