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Emmauskirche Dresden-Kaditz.
Foto: X-Weinzar 2007 (Wikimedia
Commons), Lizenzen: CC BY-SA
3.0, GFDL
Er initiierte die Herausgabe einer
Diaserie und erarbeitete die ersten
beiden Teile selbst. 1970 bestand
die Serie aus 135 Aufnahmen. Die
Jakobikirche Freiberg. Foto: Unu– Diaserie wurde bis 1990 fortgeführt.
korno 2008 (Wikimedia Commons), Zum 31. Juli 1977 schied Garbe aus
Lizenz: CC BY-SA 3.0
dem Dienst aus. Seine vorausgegange-
verließ Garbe im Jahr 1951, um in nen Bemühungen um eine Wohnung
Freiberg an der Jakobikirche die waren von den staatlichen Stellen
Pfarrstelle zu übernehmen. Hier blockiert worden, seinem Antrag auf
geriet er erneut in Konfrontation mit Ausreise in die Bundesrepublik wurde
den Machthabern. Dieses Mal schien dagegen ohne weiteres stattgegeben.
kein weiterer Ausweg möglich als die Das unterstreicht, welches Misstrauen
Republik# ucht. Dem Einsatz des da- die Behörden der DDR diesem Pfar-
maligen Landesbischofs Dr. Gottfried rer entgegenbrachten. Er hatte zwei
Noth war es zu verdanken, dass Garbe Diktaturen standgehalten.
in die DDR zurückkehren konnte.
Am 26. Oktober 1960 wurde Garbe Quellen: Pfarrarchiv Großdrebnitz; Mitteilungen
als Landespfarrer für sächsische Frau- Pfarrer Sebastian Führer (Mar tinskirche Großdreb-
nitz), Erika Garbe, Klaus Giesemann und Christa
enarbeit berufen. Gleichzeitig wirkte Freundenberg; Auskun* Evangelisch-Lutherisches
er bis zum 31. Dezember 1966 als Landeskirchenamt Sachsen; www.frauenarbeit-
Gemeindepfarrer in Dresden-Kaditz. sachsen.de, Geschichte der Kirchlichen Frauenar-
beit; Hans Meiser, Hannelore Braun, Nora Andrea
Ende der 1960er Jahre beteiligte sich Schulze, Carsten Nicolaisen: „Verantwortung für
Garbe an der DDR-weiten Vorberei- die Kirche“. Bd. 3, Vandenhoeck & Ruprecht, 1985;
Reinhard Leue: „1947 – Unterwegs durch die Ober-
tung des Weltgebetstages in Berlin. lausitz“. Oberlausitzer Hausbuch 2006
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