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Garbe, Richard Erich Christian


        Pfarrer in Großdrebnitz, sächsischer Landespfarrer für Frauenarbeit
        29.07.1910 Hohndorf b. Freiberg – 02.08.1992 Hannover

        V: Friedrich (*1876), Bergmann; M: Helene geb. Neumann (*1887); G: Käthe (*1920); E: 1937
        in Oelsnitz, Erika Frieda geb. Grunert (*1915, †1.2.2008 Hannover); K: Frieda Christel Helena
        (*1938)

        Garbe studierte in Leipzig /  eologie   Dienstentlassung am 1. Dezember
        und legte am 20. Juli 1934 das erste   1937. In der oƒ  ziellen Begründung
        /  eologische Staatsexamen ab. Am 1.   des Landeskirchenamtes wurde ange-
        Januar 1935 erhielt er seine erste An-  führt, dass er sich gegen die Beurlau-
        stellung im Dienst der Evangelisch-  bung des Bautzener Superintendenten
        Lutherischen Landeskirche Sachsen   Walter /  eodor Berg ausgesprochen
        als Pfarrvikar von Großdrebnitz und   und das landeskirchliche Gemein-
        Goldbach und am 16. Februar 1936    deblatt abbestellt hätte. Die gesamte
        wurde er ordiniert. Bereits während   Aktion der Nazis war aber ein Fehl-
        des Studiums hatte Garbe die Werbe-  schlag, denn es gelang nicht, die
        aktionen der Nazis erlebt. Seine ersten  Großdrebnitzer Bevölkerung gegen
        Dienstjahre % elen in eine Zeit he* iger   ihren Pfarrer aufzubringen. Auf Ein-
        Auseinandersetzungen zwischen dem   spruch beim Landeskirchenamt durch
        deutschchristlichen Kirchenregi-    mehrere Kirchenvorsteher wurde die
        ment der Landeskirche unter Bischof   Entlassung für Großdrebnitz zurück-
        Friedrich Coch und Anhängern der    genommen und die Wahl Garbes als
        „Bekennenden Kirche“. Im Herbst     ständiger Pfarrer von Großdrebnitz
        1937 eskalierte der Streit sachsenweit.   ungeachtet der Anfeindungen durch
        Viele regimekritische Pfarrer wurden   die Nationalsozialisten nach Verord-
        entlassen. Auch in Goldbach besaßen   nung des Evangelisch-Lutherischen
        die Deutschen Christen um Kantor    Landeskirchenamtes vom 28. Februar
        Max Gelbke großen Ein# uss. Der     1939 bestätigt. In Goldbach dur* e
        erreichte beim Landeskirchenamt,    er keinen Dienst mehr tun. Auch in
        dessen Leiter Erich Kotte kurz zuvor   Großdrebnitz stand Garbe jedoch
        auf Betreiben von Oberkirchenrat    während seiner sonntäglichen Predig-
        Johannes Klotsche abgesetzt worden   ten unter der Beaufsichtigung durch
        war, dass er gegen Garbes Willen    die Polizeibehörde. Das blieb gültig
        jeden vierten Sonntag im Monat      bis zum 26. August 1939, jenem Tag,
        und jeden ersten Feiertag an hohen   an dem Richard Garbe zum Wehr-
        Festen Lesegottesdienst halten sollte.   dienst eingezogen wurde.
        Eine Denunziation führte zu Garbes

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