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se publizierte Derlitzki u. a. in den mit dem Pommritzer Helmut Nauck.
Schri* en der Ökonomischen Gesell- Nach einem Betriebsunfall verlor
scha* im Freistaat Sachsen und der Derlitzki ein Bein.
Deutschen Landwirtscha* s-Gesell-
scha* . 1931 hatte die Versuchsanstalt Nach 1945 beteiligte sich Derlitzki
Pommritz ca. 130 Mitarbeiter. am Wiederau& au der Landwirtscha* ,
so in der „Arbeitsgemeinscha* für
Derlitzki durchschaute frühzeitig die Landarbeitsforschung“. Zudem leitete
Ideologie der Nazis und lehnte es ab, er die „Vereinigung der gegenseiti-
NSDAP-Mitglied zu werden. Weil er gen Bauernhilfe“ in Kindisch und ab
sich gegen die Außerbetriebsetzung 1948 den Ausschuss für Landarbeit
von Landmaschinen zur „Scha+ ung“ der Deutschen Landwirtscha* s-
von Arbeitsplätzen wehrte, erhielt er Gesellscha* . Aufgrund einer politisch
am 28. März 1934 die Kündigung. motivierten Verleumdung wegen
Sie wurde auch nicht zurückge- angeblich schlechter Behandlung von
nommen, als die Pommritzer Beleg- Zwangsarbeitern während des Krieges
scha* , einschließlich von NSDAP- musste er mehrfach für mehrere
Mitgliedern, dagegen protestierte. Monate in Untersuchungsha* . Tat-
Derlitzki übernahm ein 35 ha großes sächlich hatte er aber abgelehnt, in die
Bauerngut in Kindisch bei Kamenz SED einzutreten; die französischen
(„Luisenhof“) und bewirtscha* ete Zwangsarbeiter waren nach der Be-
es nach seinen Erkenntnissen der freiung zunächst sogar noch freiwillig
Landarbeitsforschung. Das Gut in Kindisch geblieben, um das Gut
hatte eine große Ausstrahlung auf die zu schützen. 1949 wurde er endgültig
Umgebung. Auch hier blieb Derlitz- freigesprochen. Derlitzki übernahm
ki wissenscha* lich tätig. Zwischen eine beratende Tätigkeit beim Aus-
1935 und 1942 führte er im Au* rag bau der arbeitswissenscha* lichen
des „Reichskuratoriums für Technik Forschung in Halle-Etzdorf. Ab 1950
in der Landwirtscha* “ arbeits- und unterstützte er die Gründung der
wärmewirtscha* liche Versuche in 34 Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt
Orten Deutschlands und 2 Dörfern Gundorf, wo die Pommritzer Traditi-
Österreichs durch, um die Verbrei- on fortgeführt wurde. 1952 erhielt er
tung der Elektrizität im ländlichen einen vollen Lehrau* rag für Land-
Raum zu befördern. Die Untersu- arbeitslehre an der Landwirtscha* -
chungen galten v. a. der Nutzung von lichen Fakultät der Martin-Luther-
Elektrowärmegeräten, um den Ver- Universität Halle-Wittenberg, wo er
brauch fester Brennsto+ e zu reduzie- bis zur Emeritierung 1955 erfolgreich
ren und durch erhöhte Nachfrage den eine fundierte Landarbeitsforschung
Strompreis zu senken. Die Ergebnisse au& aute.
publizierte er wiederholt zusammen
Quellen: S. 412 + . 75

