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Blochmann, Heinrich August


        Landwirtscha* sreformer
        12.02.1787 Reichstädt – 08.12.1851 Friedrichstal

        V: Gottlieb Sigismund (*5.9.1750 Lauban, †12.8.1798 Reichstädt), Sohn des Bürgermeisters
        Johann Ehrenfried Blochmann, Hauslehrer bei der Familie Bucher in Dresden, Pfarrer in
        Podrosche und Reichstädt; M: Henriette Juliane geb. Bucher (Tochter eines Dresdner Advo-
        katen, *22.5.1759 Dresden, † November 1813 Dresden während einer Epidemie im Kriegs-
        jahr); G: 3 Schwestern, 7 Brüder, darunter 3 früh verstorbene Geschwister, Rudolf Sigismund
        (*13.12.1784 Reichstädt, †21.5.1871 Dresden, Vorstand der mechanischen Werkstätten von
        Joseph von Fraunhofer in Benediktbeuren, Inspektor des mathematisch-physikalischen Salons
        Dresden, Pionier der Kanalisation in Dresden und der Gasbeleuchtung in Deutschland, plante
        für die Ökonomische Gesellscha*  im Königreiche Sachsen den Vorläufer der TH Dresden, sein
        Sohn Georg Moritz errichtete Stadtgasanstalten in Bautzen und Zittau), Karl Justus (*19.2.1786
        Reichstädt, †31.5.1855 Genf, Pädagoge bei Johann Heinrich Pestalozzi, gründete in Dresden
        mit Unterstützung von Detlev von Einsiedel und König Friedrich August dem Gerechten eine
        Privatschule, stellte 1838 Julius Adolph Stöckhardt als Lehrer ein, verheiratet mit einer Schwester
        des Malers Julius Schnorr von Carolsfeld), Friederike Juliane Elise (*22.3.1788), Ernst Ehrenfried
        (*27.6.1789 Reichstädt, †15.1.1862, gründete in Dresden die Blochmann‘sche Druckerei, die den
        Dresdner Anzeiger produzierte, sein Sohn Heinrich Wilhelm Clemens sti* ete die Buchdruckerei
        ergänzend zur Dr. Güntz‘schen Sti* ung, der Sohn Heinrich Ferdinand war Orientalist in Kalkut-
        ta, die Tochter Clementine heiratete den Fotografen Hermann Krone), Ferdinand (*1.7.1791),
        Wilhelm (29.3.1793–1.4.1793), Adolph (*2.4.1794), Juliane Friederike Caroline (*18.7.1795),
        Moritz (*18.9.1796), Wilhelmine Juliane (24.2.1798–1829, verheiratet mit Alexandre Philippe
        Lavit aus Genf, /  eologe und französischer Sprachlehrer, besuchte bei ihrem Bruder Karl Justus
        in Yverdon das Töchterinstitut und arbeitete an dessen Dresdner Schule als Lehrerin); E: 1807,
        Christiane Dorothea geb. Frommelt (1788–1864); K: Emilie Agnes (* vor 1819; †1822 Laus-
        ke), Juliane Auguste Ottilie (1819–1881, verh. mit Pastor Karl Jentzsch in Audenhain), Bertha
        (*28.8.1820 Lauske, †24.2.1901 Zelazne, verh. mit Eduard Friedrich von Rechenberg), Carl Emil
        (*1822 Lauske, Gutsbesitzer in Naundorf bei Torgau), 2 weitere Töchter

        Blochmann entstammte einer pro-     wenberg geboren und 1756 in Lauban
        testantischen böhmischen Familie.   gestorben, war Stadtrichter und wie
        Ein Heinrich Blochmann hatte 1556   sein Sohn, Heinrich Augusts Groß-
        die Heimat aus religiösen Gründen   vater Johann Ehrenfried Blochmann,
        verlassen und war ins Riesengebirge   Bürgermeister. Der 1777 in Lauban
        ge# ohen. Dessen Nachkommen in      geborene Cousin Johann Christian
        Löwenberg und Hirschberg mussten    Ehrenfried Leberecht Blochmann
        das zwischenzeitliche Zuhause wieder   erwarb sich in Danzig einen Namen
        aufgeben und siedelten sich im kur-  als Dichter. Blochmanns Vater war
        sächsischen Lauban an. Hier konnten   Pfarrer im erzgebirgischen Reich-
        sie sich erfolgreich etablieren. Johann   städt bei Dippoldiswalde und wegen
        Siegmund Blochmann, 1674 in Lö-     seiner Wohltätigkeit hoch angesehen.

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