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Julius Schnorr von Carolsfeld hat ihn Althergebrachte Besitz- und Abhän-
später gezeichnet, wie er die Strümp- gigkeitsverhältnisse auf dem Land
fe von seinen Füßen strei* e, um sie wie Fron- und Abgabelasten sowie
einem Bedür* igen zu schenken. Nach herrscha* liche Nutzungsrechte von
dem frühen Tod ihres Mannes zog Grund und Boden behinderten die
Blochmanns Mutter mit den Kindern Entwicklung der sächsischen Land-
zu Verwandten nach Dresden, wo wirtscha* . Unter Anton dem Gütigen,
sie Französisch und Handarbeiten seit 1827 König, wurden Reform-
unterrichtete und künstliche Blumen versuche unternommen. Ab 1829
herstellte. Heinrich August wurde gehörte Blochmann einer Kommissi-
zusammen mit seinem Bruder Karl on zur Entwicklung eines Verfahrens
Justus Blochmann auf das Gymnasi- für die gleichmäßige Besteuerung von
um in Bautzen geschickt. Ermöglicht Grundeigentum an. In der Schri*
hatte dies Johann Wilhelm Prentzel, „Geschä* sanweisung für die behufs
ein Verwandter. Rektor in Bautzen einer Besteuerung versuchsweise aus-
war LT|K[ G=|K=. zuführende Abschätzung des Grund-
eigenthums im Königreiche Sachsen“
Da er sich besonders für die Natur in- legte er in 12 Abschnitten die Ab-
teressierte, entschied sich Blochmann, schätzungsgrundsätze bei Ackerbau,
ohne das Gymnasium abzuschließen, den Wiesen, Weiden, Grasländereien,
1802 für eine landwirtscha* liche Gärten, Obst- und Holzp# anzungen,
Ausbildung in Friedersdorf am Queis. Waldungen, Weinbergen, Teichen,
1807 pachtete er das Rittergut Groß- der Fischerei, Jagd, den Berg- und
seitschen. Nach einer zwischenzeitli- Hüttenwerken, Stein- und anderen
chen Tätigkeit als Inspektor des Gutes Brüchen, Gruben, Zinsen, Lehngel-
Kleinförst chen übernahm Blochmann dern, Deputaten, Frondiensten und
1815 die Inspektion der grä# ich Gebäuden sowie Vorschri* en für
Breßler‘schen Güter in der Oberlau- die Dokumentation dar. Die Schri*
sitz und in Schlesien. Dabei han- erschien bei Meinhold in Dresden, wo
delte es sich um einen bedeutenden seinerzeit Blochmanns Bruder Ernst
Komplex von 23 Höfen einschließlich Ehrenfried eine leitende Stellung inne
zweier Herrscha* en und eines Vor- hatte. 1830 wurde Heinrich August
werks. Während dieser Zeit wohnte er Blochmann zum Kommissionsrat
in Lauske. 1825 übernahm er die Ver- ernannt. Er wohnte zu jener Zeit in
waltung des Rittergutes Zschocha am Dresden in der Großen Plauenschen
Queis. Sein erfolgreiches Wirken trotz Gasse unweit der von seinem Bruder
der Schwierigkeiten der Nachkriegs- Karl Justus gegründeten Schule.
jahre verhalf Blochmann zu einem
ausgezeichneten Ruf bis weit über die Die Verfassung von 1831 und das
Grenzen der Oberlausitz hinaus. Gesetz über die Ablösung der feuda-
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