Page 427 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 427

(2.3) Karl August Baumeister (*     † 24.01.1828 Glogau) besuchte das
        21.8.1741 Görlitz, † 8.8.1818 Herrn-  Gymnasium Görlitz. 1794 promovier-
        hut) besuchte das Görlitzer Gymna-  te er an der Universität Leipzig bei
        sium seines Vaters und studierte ab   Christian Gottlob Biener. Im April
        1761 in Wittenberg und ab 1763 in   1796 wurde er als Advokat in Görlitz
        Leipzig /  eologie. Ab 1764 war er   zugelassen und im Dezember dessel-
        Hauslehrer in Königsberg bei einer   ben Jahres als Aktuar am kurfürstli-
        mit der Brüdergemeine verbundenen   chen Amt in Görlitz angestellt. Am
        Familie. 1769 kam er nach Görlitz   25. März 1799 heiratete er in Bautzen
        zurück, wo er am Gymnasium unter-   Antonie Juliane geb. Petschke († nach
        richtete. 1774 wurde er Hilfsprediger   1802), eine Tochter des Oberamts-
        in Taubenheim, 1779 Schlossprediger   kanzlers Karl Ehrenreich Petschke.
        und Lehrer sowie 1782 Inspektor im   In zweiter Ehe war er mit Charlotte
        Seminar der Brüdergemeine in Barby,   Gottliebe geb. Petschke († 1849)
        1789 Prediger in Niesky und 1792    verheiratet. Seit 1804 war er Mitglied
        Prediger in der Brüdergemeine Klein-  der Oberlausitzischen Gesellscha*
        welka. Seit 1779 war er mit Johanne   der Wissenscha* en. 1807 diente er als
        Elisabeth geb. Claviere (* 13.2.1744   Amt-Vize-Sekretarius unter Amts-
        Genf, † 9.11.1801 Kleinwelka) ver-  hauptmann Ernst August Rudolph
        heiratet. Sie hatten drei Töchter. 1797   von Kyaw. 1808/1810 war er Sekretär
        wurde er zum Direktor des Pädago-   der OLGdW, 1813 Sekretär im Amt
        giums in Uhyst berufen. 1801 ging   Görlitz. 1815 kam Görlitz von Sach-
        er als Prediger nach Herrnhut, 1814   sen zu Preußen. Bei seinem Wechsel
        wurde er dort Bischof.              1817 als Oberlandesgerichtsrat nach
                                            Glogau schenkte er dem Görlitzer
        (2.4) Samuel Gottfried Baumeister   Gymnasium 2000 in der Oberlausitz
        (* 12.9.1750 Görlitz) besuchte das  gesammelte und nach Linnés System
        Görlitzer Gymnasium seines Vaters   geordnete P# anzen sowie 300 Mine-
        und studierte ab 1770 in Leipzig    ralien. Seinem Sohn Georg Ottomar,
        Jura. Ab 1774 war er Amtsassessor   später ein bekannter Klaviervirtuose,
        in Reibersdorf. 1777 promovierte er   erteilte er den ersten Musikunterricht.
        in Erfurt zum Doktor beider Rechte   Jener folgte ihm wie ein weiterer Sohn
        (weltlich und kanonisch, Doctor iuris   an das Oberlandesgericht Glogau.
        utriusque). Ebenfalls 1777 wurde er
        zum Amtsdirektor in Reibersdorf er-  (3.2.2) Ernst Ferdinand Baumeis-
        nannt. 1796 legte er sein Amt nieder   ter (* 5.4.1779 Bischofswerda, †
        und praktizierte in Zittau.         28.6.1849 Dresden) besuchte die
                                            Gymnasien Görlitz und Bautzen
        (3.2.1) Friedrich Wilhelm Ottomar   und studierte Jura an der Universität
        Baumeister (* 1774 Bischofswerda,   Leipzig, wo er als Sekretär der Lau-

                                                                           427
   422   423   424   425   426   427   428