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(2.3) Karl August Baumeister (* † 24.01.1828 Glogau) besuchte das
21.8.1741 Görlitz, † 8.8.1818 Herrn- Gymnasium Görlitz. 1794 promovier-
hut) besuchte das Görlitzer Gymna- te er an der Universität Leipzig bei
sium seines Vaters und studierte ab Christian Gottlob Biener. Im April
1761 in Wittenberg und ab 1763 in 1796 wurde er als Advokat in Görlitz
Leipzig / eologie. Ab 1764 war er zugelassen und im Dezember dessel-
Hauslehrer in Königsberg bei einer ben Jahres als Aktuar am kurfürstli-
mit der Brüdergemeine verbundenen chen Amt in Görlitz angestellt. Am
Familie. 1769 kam er nach Görlitz 25. März 1799 heiratete er in Bautzen
zurück, wo er am Gymnasium unter- Antonie Juliane geb. Petschke († nach
richtete. 1774 wurde er Hilfsprediger 1802), eine Tochter des Oberamts-
in Taubenheim, 1779 Schlossprediger kanzlers Karl Ehrenreich Petschke.
und Lehrer sowie 1782 Inspektor im In zweiter Ehe war er mit Charlotte
Seminar der Brüdergemeine in Barby, Gottliebe geb. Petschke († 1849)
1789 Prediger in Niesky und 1792 verheiratet. Seit 1804 war er Mitglied
Prediger in der Brüdergemeine Klein- der Oberlausitzischen Gesellscha*
welka. Seit 1779 war er mit Johanne der Wissenscha* en. 1807 diente er als
Elisabeth geb. Claviere (* 13.2.1744 Amt-Vize-Sekretarius unter Amts-
Genf, † 9.11.1801 Kleinwelka) ver- hauptmann Ernst August Rudolph
heiratet. Sie hatten drei Töchter. 1797 von Kyaw. 1808/1810 war er Sekretär
wurde er zum Direktor des Pädago- der OLGdW, 1813 Sekretär im Amt
giums in Uhyst berufen. 1801 ging Görlitz. 1815 kam Görlitz von Sach-
er als Prediger nach Herrnhut, 1814 sen zu Preußen. Bei seinem Wechsel
wurde er dort Bischof. 1817 als Oberlandesgerichtsrat nach
Glogau schenkte er dem Görlitzer
(2.4) Samuel Gottfried Baumeister Gymnasium 2000 in der Oberlausitz
(* 12.9.1750 Görlitz) besuchte das gesammelte und nach Linnés System
Görlitzer Gymnasium seines Vaters geordnete P# anzen sowie 300 Mine-
und studierte ab 1770 in Leipzig ralien. Seinem Sohn Georg Ottomar,
Jura. Ab 1774 war er Amtsassessor später ein bekannter Klaviervirtuose,
in Reibersdorf. 1777 promovierte er erteilte er den ersten Musikunterricht.
in Erfurt zum Doktor beider Rechte Jener folgte ihm wie ein weiterer Sohn
(weltlich und kanonisch, Doctor iuris an das Oberlandesgericht Glogau.
utriusque). Ebenfalls 1777 wurde er
zum Amtsdirektor in Reibersdorf er- (3.2.2) Ernst Ferdinand Baumeis-
nannt. 1796 legte er sein Amt nieder ter (* 5.4.1779 Bischofswerda, †
und praktizierte in Zittau. 28.6.1849 Dresden) besuchte die
Gymnasien Görlitz und Bautzen
(3.2.1) Friedrich Wilhelm Ottomar und studierte Jura an der Universität
Baumeister (* 1774 Bischofswerda, Leipzig, wo er als Sekretär der Lau-
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