Page 428 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 428

sitzer Predigergesellscha*  wirkte. Ab   C. G. Förster in Breslau. 1826 erhielt
        1801 war er Advokat, 1802 Aktuar am  er eine Anstellung als Oberlandesge-
        Stadtgericht und 1808 Stadtschreiber   richtsassessor in Glogau, 1829 wurde
        in Görlitz, wo er auch der Freimau-  er Direktor des Land- und Stadtge-
        rer-Loge „Zur gekrönten Schlange“   richts Hirschberg, 1832 Oberlan-
        angehörte, 1810 Sekretär am Ober-   desgerichtsrat in Breslau und 1846
        amt der Oberlausitz in Bautzen, 1812   Mitglied des Oberzensurgerichts.
        Vize-Kanzler und 1821 Oberamtsre-   Zusammen mit Christian Friedrich
        gierungsrat in Bautzen. 1818 nahm   Koch gab er das „Schlesische Archiv
        er an der Weihe der von G]^^_]{     für die praktische Rechtswissenscha* “
        F@K=|@K`q Tq]@~==@ errichteten     heraus. 1872 trat er als Wirklicher
        Kirche in Bischofswerda teil. 1830   Geheimer Oberjustizrat in Breslau in
        wurde er zum Hof- und Justizrat in   den Ruhestand. Sein Sohn Ottomar
        Dresden und 1831 zum Geheimen       studierte an der Landwirtscha* lichen
        Justizrat am sächsischen Justizmi-  Akademie Proskau.
        nisterium unter Julius Traugott von
        Könneritz ernannt. 1838 erhielt er   (4.2.1.2) Gustav Maximilian Bau-
        den sächsischen Civilverdienstorden.   meister (* 17.1.1802 Görlitz, †  nach
        Er war seit 1804 verheiratet mit einer   1852) besuchte unter Carl Gottlieb
        Tochter von Stadtrichter Christian   Anton das Gymnasium Görlitz,
        Matthäus Friedrich Giese, einer Tante   war Oberlandesgerichtsreferendar
        von E@>X^ GK=X=. Ihre Tochter Marie   in Glogau, 1827 Stadtgerichtsasses-
        heiratete Major von Gößnitz.        sor in Bunzlau, 1830 Assessor und
                                            Aktuar am Inquisitoriat Görlitz und
        (4.2.1.1) Georg Ottomar Baumeister   damit zuständig für Görlitz, Lauban,
        (* 27.10.1800 Görlitz, † nach 1872   Rothenburg, 1834 (bis 1840) Mitglied
        Breslau) besuchte unter Carl Gottlieb   der Oberlausitzischen Gesellscha*
        Anton das Gymnasium Görlitz. In     der Wissenscha* en (Abteilungen
        Görlitz erhielt er von seinem Vater   Rechtswissenscha* en, Geschichte),
        auch den ersten Musikunterricht.    1835 Kriminalrichter, 1836 Inquisito-
        J]q?>> G]^^_]{ S`q>=K|=@ un-        riatsdirektor, 1837 Land- und Stadt-
        terrichtete ihn ebenfalls. 1815 kam   gerichtsrat in Görlitz, 1840 Kriminal-
        Görlitz von Sachsen zu Preußen.     richter am Inquisitoriat Breslau.
        Während des Jura-Studiums in Bres-
        lau ab 1818 freundete er sich mit Carl   (4.2.1.3) Paul Friedrich Hugo Fer-
        Schnabel an und beteiligte sich an   dinand von Baumeister (* 4.7.1821
        dessen Winterkonzerten. 1821 wurde   Glogau, † 24.7.1887 Bad Reinerz) war
        er in Berlin Mitglied der Singaka-  Major und wurde nach dem Krieg
        demie von Carl Friedrich Zelter. Er   1870/1871 in den erblichen preußi-
        publizierte eigene Kompositionen bei   schen Adelsstand erhoben.

        428
   423   424   425   426   427   428