Page 352 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 352

die Hebung des Wohlstands der Men-  dern der Comenius-Gesellscha*  zur
        schen. Die Tätigkeit als Landwirt-  P# ege von Wissenscha*  und Volks-
        scha* slehrer wurde zu seiner Passion.   bildung.
        Die Verbindung von Ausbildung und
        Praxis war ihm wichtiger als eigener   Stöckhardt wohnte in Bautzen zuletzt
        wissenscha* licher Ruhm. Stöckhardt   Albertstraße 8 (heutige August-Bebel-
        vergaß dabei nie seine Wurzeln. Die   Straße). Er wurde in der Familien-
        Oberlausitzische Gesellscha*  der   gru*  in Jena bestattet.
        Wissenscha* en zu Görlitz berief
        ihn 1862 zum korrespondierenden     Quellen: „Stammtafel der Familie Stoeck-
        Mitglied. Nachdem er 1888 in den    hardt, Putzkauer und Lauterbacher Zweig, den
                                            Verwandten zu Lieb zusammengestellt und
        Ruhestand getreten war, kehrte Stö-  mit Erläuterungen auf Grund handschri* li-
        ckhardt nach Bautzen zurück, um in   cher Mittheilungen und sonstiger Quellen-
        seiner Geburtsstadt den Lebensabend   Nachweise versehen von Prof. Dr. Ernst
        zu verbringen. Er war weiterhin sehr   /  eodor Stoeckhardt“. Wagner Weimar, 1883;
        aktiv und führte historische For-   Walter Boetticher: „Ernst /  eodor Stoeck-
                                            hardt“. Leopoldina, H. 34, 1898, S. 88–91;
        schungen zur Freimaurerei und zur   /  eophil Gerber: „Persönlichkeiten aus Land-
        Oberlausitzer Adelsfamilie von Dam-  und Forstwirtscha* , Gartenbau und Veteri-
        nitz durch, in einer Übersicht stellte   närmedizin“. Bd. 2, NORA Dyck & Westerhei-
        er die aus der Lausitz und Schlesien   de, 2004, S. 753; Neues lausitzisches Magazin,
                                            Bd. 40, 1863; Gustav Adolf Poenicke: „Album
        stammenden Wissenscha* ler in der   der Rittergüter und Schlösser im Königrei-
        Leopoldina zusammen.                che Sachsen“. Bd. 3, 1859; Stephan Luther:
                                            „Von der Kgl. Gewerbschule zur Technischen
        Ab 1889 leitete Stöckhardt die Baut-  Universität“. Chemnitz, 2003; Joachim Har-
                                            tung, Andreas Wipf: „Die Ehrendoktoren der
        zener Freimaurerloge „Zur goldnen   Friedrich-Schiller-Universität in den Berei-
        Mauer“ als Meister vom Stuhl. In der   chen Naturwissenscha* en und Medizin“. hain
        National-Mutterloge „Zu den drei    Verlag, 2004; Wieland Berg, Michael Kaasch:
        Weltkugeln“ war er ebenso Ehren-    „Halle als Sitz der Leopoldina. Zufall oder
        mitglied wie bei „Amalia“ in Weimar,   glückliche Fügung?“ Leopoldina, H. 5, 2010, S.
                                            293–330; Ernst Haeckel: „Generelle Morpho-
        „Carl zu den 3 Adlern“ in Erfurt,   logie der Organismen“. Reimer, 1866; Karin
        „Carl August zu den 3 Rosen“ in Jena,   Stöckhardt; Sanct Johannis Freimaurer-Loge
        „Friedrich August zu den 3 Zirkeln“   zur goldnen Mauer, Mitgliederverzeichnisse
        in Zittau, „Zur gekrönten Schlange“   1808, 1819, 1840/42, 1852/53; Schöne: „Die
        in Görlitz, „Zum goldenen Apfel“ in   Sächsische Landwirtscha* “. 1925; Nekrologe
                                            Comenius-Gesellscha*  und Freimaurer-Zei-
        Dresden, „Apollo“ in Leipzig, „Bru-  tung; Cornelius Gurlitt: „Schwepnitz“. In: Be-
        derkette zu den drei Schwanen“ in   schreibende Darstellung der älteren Bau- und
        Zwickau, „Zur Harmonie“ in Chem-    Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 35.
        nitz, „Zu den ehernen Säulen“ in    He* : Amtshauptmannscha*  Kamenz (Land).
        Dresden und „Isis“ in Lauban. 1891   C. C. Meinhold, Dresden 1912; Olaf Bastian
                                            u. a.: „Oberlausitzer Heide- und Teichland-
        gehörte er zu den Gründungsmitglie-  scha* “. Böhlau, 2005, S. 75

        352
   347   348   349   350   351   352   353   354   355   356   357