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die Hebung des Wohlstands der Men- dern der Comenius-Gesellscha* zur
schen. Die Tätigkeit als Landwirt- P# ege von Wissenscha* und Volks-
scha* slehrer wurde zu seiner Passion. bildung.
Die Verbindung von Ausbildung und
Praxis war ihm wichtiger als eigener Stöckhardt wohnte in Bautzen zuletzt
wissenscha* licher Ruhm. Stöckhardt Albertstraße 8 (heutige August-Bebel-
vergaß dabei nie seine Wurzeln. Die Straße). Er wurde in der Familien-
Oberlausitzische Gesellscha* der gru* in Jena bestattet.
Wissenscha* en zu Görlitz berief
ihn 1862 zum korrespondierenden Quellen: „Stammtafel der Familie Stoeck-
Mitglied. Nachdem er 1888 in den hardt, Putzkauer und Lauterbacher Zweig, den
Verwandten zu Lieb zusammengestellt und
Ruhestand getreten war, kehrte Stö- mit Erläuterungen auf Grund handschri* li-
ckhardt nach Bautzen zurück, um in cher Mittheilungen und sonstiger Quellen-
seiner Geburtsstadt den Lebensabend Nachweise versehen von Prof. Dr. Ernst
zu verbringen. Er war weiterhin sehr / eodor Stoeckhardt“. Wagner Weimar, 1883;
aktiv und führte historische For- Walter Boetticher: „Ernst / eodor Stoeck-
hardt“. Leopoldina, H. 34, 1898, S. 88–91;
schungen zur Freimaurerei und zur / eophil Gerber: „Persönlichkeiten aus Land-
Oberlausitzer Adelsfamilie von Dam- und Forstwirtscha* , Gartenbau und Veteri-
nitz durch, in einer Übersicht stellte närmedizin“. Bd. 2, NORA Dyck & Westerhei-
er die aus der Lausitz und Schlesien de, 2004, S. 753; Neues lausitzisches Magazin,
Bd. 40, 1863; Gustav Adolf Poenicke: „Album
stammenden Wissenscha* ler in der der Rittergüter und Schlösser im Königrei-
Leopoldina zusammen. che Sachsen“. Bd. 3, 1859; Stephan Luther:
„Von der Kgl. Gewerbschule zur Technischen
Ab 1889 leitete Stöckhardt die Baut- Universität“. Chemnitz, 2003; Joachim Har-
tung, Andreas Wipf: „Die Ehrendoktoren der
zener Freimaurerloge „Zur goldnen Friedrich-Schiller-Universität in den Berei-
Mauer“ als Meister vom Stuhl. In der chen Naturwissenscha* en und Medizin“. hain
National-Mutterloge „Zu den drei Verlag, 2004; Wieland Berg, Michael Kaasch:
Weltkugeln“ war er ebenso Ehren- „Halle als Sitz der Leopoldina. Zufall oder
mitglied wie bei „Amalia“ in Weimar, glückliche Fügung?“ Leopoldina, H. 5, 2010, S.
293–330; Ernst Haeckel: „Generelle Morpho-
„Carl zu den 3 Adlern“ in Erfurt, logie der Organismen“. Reimer, 1866; Karin
„Carl August zu den 3 Rosen“ in Jena, Stöckhardt; Sanct Johannis Freimaurer-Loge
„Friedrich August zu den 3 Zirkeln“ zur goldnen Mauer, Mitgliederverzeichnisse
in Zittau, „Zur gekrönten Schlange“ 1808, 1819, 1840/42, 1852/53; Schöne: „Die
in Görlitz, „Zum goldenen Apfel“ in Sächsische Landwirtscha* “. 1925; Nekrologe
Comenius-Gesellscha* und Freimaurer-Zei-
Dresden, „Apollo“ in Leipzig, „Bru- tung; Cornelius Gurlitt: „Schwepnitz“. In: Be-
derkette zu den drei Schwanen“ in schreibende Darstellung der älteren Bau- und
Zwickau, „Zur Harmonie“ in Chem- Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 35.
nitz, „Zu den ehernen Säulen“ in He* : Amtshauptmannscha* Kamenz (Land).
Dresden und „Isis“ in Lauban. 1891 C. C. Meinhold, Dresden 1912; Olaf Bastian
u. a.: „Oberlausitzer Heide- und Teichland-
gehörte er zu den Gründungsmitglie- scha* “. Böhlau, 2005, S. 75
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