Page 355 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 355

%  ormeyer, Gottlob Friedrich


        Ho&  aumeister in Dresden
        23.10.1775 Dresden – 11.02.1842 Dresden

        V: Gottlob Friedrich (1753– 7.12.1833), Schuhmachermeister und Handelsmann; M: Christiane
        Regina geb. Starcke (April 1745–20.11.1814), Tochter des Modelleurs an der Meißner Porzellan-
        Manufaktur Johann Samuel Starcke; G: Christiana Dorothea (*29.3.1774), Friedrich August
        (22.5.1777– 6.5.1831, Schuhmachermeister), Carl Gottlob (*12.11.1778), Johanna Carolina
        (*5.9.1780), Maximilian Ludwig (*3.6.1783, Schuhmacher), Juliana Eleonora (*9.11.1785); E:
        22.7.1801 /  arandt, Juliane Sophie geb. Hübler (13.5.1780–18.8.1810), Tochter des kurfürstli-
        chen Hofgärtners in Übigau und im Dresdner Großen Garten Johann Gottfried Hübler (1795
        Landscha* sgarten Kloster Altzella); K: Emilie (6.5.1802–27.4.1849), verheiratet mit dem Diakon
        und Katecheten an der Kreuzkirche Adam Carl Georg Wagner, Juliane Adelheid (12.6.1804–
        14.5.1817); Enkel: 3 Mädchen, 2 Jungen
        /  ormeyer lernte schon als 10-Jäh-  Nach dem Studium ließ sich /  or-
        riger an der Dresdner Kunstakade-   meyer als Architekt in Dresden nie-
        mie. Zunächst wurde er an der darin   der, bekannt wurde er aber zunächst
        integrierten Akademie für Malerei,   durch seine Architekturzeichnungen.
        Bildhauerei und Kupferstecherei von   Er schuf Ansichten vom Dom Meißen
        den Unterlehrern Christian Gott-    (1794), von Leipzig und vom Schloss
        lieb Mietzsch und Christian Gottlob   Pillnitz (1801), die von Christian
        Fechhelm im Zeichnen unterrichtet.   August Günther gestochen bzw. von
        Bei ihnen kopierte er nach Origina-  François Aubertin radiert wurden.
        len von Giovanni Battista Casanova,   1799 unternahm er eine Studien-
        Co-Direktor neben J]q?>> E_=?™?@    wanderung durch Sachsen, Sachsen/
        Z=KXXK[. Später wechselte /  ormeyer   Anhalt und /  üringen. Es entstanden
        zur parallelen Akademie für Baukunst  Aquarelle und Deckfarbenbilder von
        zu Friedrich August Krubsacius. Von   den Parks in Wörlitz, Weimar und
        1791 bis 1795 prägte ihn hier Gott-  Dieskau. /  ormeyer beteiligte sich
        lob August Hölzer im Sinne eines    am „Ideenmagazin für Liebhaber von
        barocken Klassizismus. Zeichnen,    Gärten, Englischen Anlagen und für
        Perspektive, Risse und Säulenordnung  Besitzer von Landgütern“ des Leip-
        unterrichtete Johann Alexander Da-  ziger Philosophieprofessors Johann
        vid Friedrich. Hölzer und Krubsacius   Gottfried Grohmann, das von 1796
        waren maßgeblich am Wiederau&  au   bis 1806 erschien. 1808 war er mit
        der 1792 geweihten Kreuzkirche, zu   11 Zeichnungen, die u. a . Christian
        deren Gemeinde die Familie /  or-   Gottlob Hammer gestochen hatte,
        meyer gehörte, in einem Gemisch     in dem Buch „Dresden mit seinen
        von Spätbarock und Klassizismus     Prachtgebäuden und schönsten Um-
        beteiligt.                          gebungen‘‘ vertreten.

                                                                           355
   350   351   352   353   354   355   356   357   358   359   360