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bei den deutschen Einwanderern in
den USA beliebt. Die New York Times
berichtete am 25. Juni 1894 auf Seite
1 unter „Prize Singers and Singers
Who Got Only Money and Fame“ von
einem Gesangswettbewerb, für den
u. a. Paches „Waldeinsamkeit“ als
Wettbewerbsstück ausgewählt worden
war. Seine Kompositionen erschie-
nen z. B. in New York (Carl Fischer,
1898–1904; unter „Sacred Choruses“
bei H.W. Gray; Schirmer) und in Bos-
ton (A.P. Schmidt, Orgelmusik, 1897).
Der Verleger Gamble Hinged Mu-
sic Chicago stellte 1936 in „Graded
masterworks for strings“ u. a. Werke
von Edvard Grieg, Charles Gounod
und Pache zusammen. Beim gleichen
Verleger erschien im selben Jahr
auch eine musikalische Partitur zum
Das Pachedenkmal in Limbach steht / ema „Freischütz“ (Carl Maria von
heute unter Denkmalschutz. Weber) mit Beteiligung von Pache.
Einige Musikstücke des Komponisten
(Gerdessen war der Mädchenname be% nden sich in der US-Library of
der Mutter). Pache geriet zuneh- Congress. Noch in der ersten Häl* e
mend in Vergessenheit, als sich der des 20. Jahrhunderts wurde Pache in
Geschmack des Publikums wandelte. vielen einschlägigen internationalen
Gesundheitlich von einer Lungen- Lexika zitiert.
krankheit schon schwer gezeichnet,
dirigierte er in Bischofswerda in An seiner letzten Wirkungsstätte Lim-
seinem letzten Lebensjahr einen bach ist Pache 1902 mit der Einwei-
seiner Chöre anlässlich des Bundesge- hung eines Denkmals im Stadtpark,
sangsfestes und musste erleben, dass vermutlich nach einem Entwurf des
man sich in seiner Geburtsstadt nicht Wiener Bildhauers Wilhelm Leissring,
mehr zu ihm bekannte. geehrt worden. Es wurde in Sandstein
gestaltet und ist über 3 Meter hoch.
Auch nach Paches Tod gehörten seine Unterhalb des in Erz gegossenen
Chöre noch lange zum Repertoire vie- Bildnisses erinnert die Zeile „Der
ler Gesangvereine. Er war nicht nur in liebe Herrgott hält die Wacht“ an ein
Deutschland bekannt, sondern auch Lied von Pache. Für das Denkmal
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