Page 230 - Lebensbilder_aus_der_Oberlausitz
P. 230
von Nake durchschnitten. 1849 ver-
kau* e er das Erbgericht Kleindrebnitz
an Carl Gottfried Gnauck, den Vater
von E@>X^ G>?T`. Seit der sächsi-
schen Landgemeindereform von 1838
stand Carl Gottfried Gnauck als erster
gewählter Gemeindevorstand dem
Dorf vor.
Weil er weiterhin in Rennersdorf
Scha erde vor der Cicorienfabrik wohnte, hatte Nake seine Anwesen
Goldbach (1859), nahe dem Klein- in Kleindrebnitz zeitweilig vermietet
drebnitzer „Vorwerk“ gelegen. bzw. verpachtet. 1849 wurde M?
(Deutsche Fotothek, CC BY-SA 4.0) N=T~=KX^=@ im Vorwerk geboren.
Der Vermerk bei B@T>] B?@^q=_ zu
=>|]@ waren maßgeblich an der einer Wohnung der Familie Neumeis-
Gründung beteiligt gewesen. In den ter dort ist sehr glaubwürdig. Der
1830er und 1840er Jahren gehörten Vater von Max Neumeister, Heinrich
Oberhofprediger Christoph Friedrich Neumeister, war königlicher Jäger
Ammon, der Pädagoge Karl Justus in Revieren der Stolpener Amtsdör-
Blochmann, / eodor Hell, E@>X^ fer. 1851, im Jahr des Wegzugs der
RK=^X`q=_ und Gottfried Semper Neumeisters nach Leubsdorf, bezog
zu den berühmtesten Mitgliedern. Nake selbst sein Anwesen, nachdem
Kronprinz Johann stand dem Präsi- er sich in seinem 82. Lebensjahr hatte
dium vor. Die Ehrenmitgliedscha* pensionieren lassen, weil das Ren-
ist vermutlich vor dem Hintergrund nersdorfer Kammergut verpachtet
zu sehen, dass Nake 1841 dem im worden war. Aus Altstadt bei Stolpen
Großen Garten neu eingerichteten stammte der Orgelbauer Wilhelm
Museum des Altertumsvereins das Leberecht Herbrig. Für ihn wird ab
Wochenbett der Kurfürstin Anna 1852 eine Werkstatt in Kleindrebnitz
sowie Gemälde übereignete, die er angegeben, ohne dass es Hinweise auf
während des letzten napoleonischen die genaue Ortslage gibt. Auch hier
Kriegs aus Schloss und Schlosskapelle ist denkbar, dass er Räumlichkeiten
Stolpen geborgen und danach au& e- im Vorwerk angemietet hatte. Schon
wahrt hatte. 1828 besaß dessen Vater, Christian
Gottfried Herbrig, eine – ebenfalls
1844/45 wurden beim Bau der nicht lokalisierte – Werkstatt in
Sächsisch-Schlesischen Eisenbahn Kleindrebnitz, als er die Großdrebnit-
Kleindrebnitzer und Weickersdorfer zer Orgel baute. Wilhelm Leberecht
Flur und damit auch Weide# ächen Herbrig zog 1864 von Kleindrebnitz
230

